Bei einem Test von 18 bunten Spiel- und Bastelsanden hat die Stiftung Warentest in sechs Produkten Asbest gefunden (externer Link; möglicherweise Bezahl-Inhalt). Am stärksten belastet sei der Dekosand dunkelblau von Heku gewesen, erklärte die Stiftung am Montag. Auch in Produkten von Eurosand GmbH, idee Creativmarkt, Sentosphère, Pei You und Moses wurde Asbest nachgewiesen.
„Wer einen der betroffenen Sande zu Hause hat, sollte ihn sofort sicher verschließen und nicht mehr anfassen“, erklärte Reiner Metzger von der Stiftung Warentest. Gewöhnlicher Sandkastensand ist den Angaben nach nicht betroffen.
Stiftung Warentest: Betroffene Bastelsande entsorgen
„Das Hantieren mit solchen Sanden im losen, trockenen Zustand setzt viele Asbestfasern frei“, fuhr Metzger fort. „Also auf Nummer sicher gehen – noch dazu, wenn es sich um Produkte für Kinder handelt.“ Die Stiftung riet dazu, beim Hantieren mit einer offenen Verpackung eine FFP2-Maske und Handschuhe zu tragen, den Sand leicht anzufeuchten, damit er nicht staubt, und diesen dann doppelt eingetütet in den Sondermüll zu geben. Oberflächen sollten demzufolge feucht abgewischt, aber keinesfalls gestaubsaugt werden.
Bei Asbest handelt es sich um natürlich vorkommende faserartige Minerale, die aufgrund ihrer hitzebeständigen Eigenschaften jahrzehntelang im Bauwesen verwendet wurden. Wegen seiner nachweislich krebserzeugenden Wirkung wurde 1993 das Herstellen und die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten.
Asbest in sechs verschiedenen Sanden nachgewiesen
Der Dekosand dunkelblau von Heku enthielt laut Stiftung Warentest zwei Asbestarten: Zum einen Tremolit mit einem Massenanteil von etwa ein bis fünf Prozent, zum anderen Chrysotil, das den Angaben nach in einer Probe nicht nachweisbar, in einer anderen Probe mit einem Anteil von ein bis fünf Prozent auftrat.
In weiteren fünf Produkten fanden die Warentester Tremolit mit einem Anteil von jeweils unter einem Prozent. Wie die Stiftung weiter mitteilte, wurden alle Anbieter über die Funde informiert, alle nahmen die Produkte aus dem Handel.
Mit Informationen von AFP

