Am Wochenende beginnen die Osterferien. Für viele ist das auch ein Anlass zu verreisen. Und einige haben sich offenbar angesichts des Iran-Krieges dafür neue Ziele ausgesucht. Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat beispielsweise festgestellt, dass die aktuelle Nachfrage nach Westeuropa-Flügen deutlich gestiegen ist. Man beobachte seit Beginn des Iran-Kriegs eine dynamische Verlagerung der Verkehrsströme, heißt es dort. Eurowings bietet deshalb bis Ende Mai Flüge für weitere rund 36.000 Passagiere an.
Erste Reisewelle des Jahres steht an
Allein jetzt am Wochenende befördert die Fluggesellschaft 200.000 Gäste in den Urlaub. Besonders gefragt sei nach verhaltenem Buchungsstart die Balearen-Insel Mallorca, die allein rund 100-mal zusätzlich von deutschen Flughäfen angesteuert werde. Weitere zusätzliche Verbindungen gehen auf die Kanaren sowie nach Málaga, Neapel, Faro und Nizza.
Von der Reisewelle ist auch der Flughafen München betroffen. Bis Sonntag stehen mehr als 2.500 Starts und Landungen mit bis zu 368.000 Passagieren auf dem Flugplan. Für die gesamten Osterferien haben die Airlines rund 15.000 Flüge (2025: 13.300) mit 2,1 Millionen Reisenden (2025: 1,6 Millionen) Passagieren angemeldet. Zum Vergleich: Im letzten „Vor-Corona-Jahr“ 2019 sind es 18.000 Flüge gewesen. Besonders häufig werden eben Italien, Spanien und Frankreich angeflogen.
Spanien rechnet mit drei Millionen zusätzlichen Reisenden
Ein Trend, der sich auch schon bei den Zielen deutlich niederschlägt, beispielsweise in Spanien. 100 Millionen Touristen erwartet Spanien in diesem Jahr, drei Millionen mehr als 2025. Zwölf Millionen Urlauber waren es im vergangenen Jahr allein aus Deutschland. Und die Chancen, dass der Zuwachs auch gelingt, stehen gut. Kurz vor Ostern vermeldet der Verband der Campingplatzbetreiber beispielsweise Buchungszahlen von 90 Prozent – die Hotels sind zu 85 Prozent belegt.
Streik in Spanien sorgt für Wartezeiten bei Flugreisen
Gerade in Spanien droht Flugreisenden jetzt in der Osterzeit aber Verdruss. Wegen eines Streiks des Bodenpersonals müssen sie an spanischen Flughäfen mit Schlangen und Wartezeiten rechnen. Betroffen sind insbesondere Gepäckabfertigung, Boarding und Flugzeugabfertigung an zahlreichen spanischen Flughäfen, darunter in Palma de Mallorca, auf den Kanaren sowie auch in Madrid, Barcelona und Málaga.
Allerdings müssen Reisende nicht mit größeren Ausfällen rechnen. Das Arbeitsrecht sieht das Aufrechterhalten von sogenannten „Mindestdiensten“ vor und so darf meistens nur ein kleiner Teil der Arbeiter in den Ausstand treten.
Gesperrte Stammstrecke erschwert Flughafenanreise in München
Und für München empfiehlt der Flughafenbetreiber für die anstehende Osterreise ganz generell, vor Reiseantritt online einzuchecken und für das Gepäck nach Möglichkeit den Vorabend-Check-in zu nutzen.
Am Tag des Abflugs sollten Passagiere mehr Zeit einplanen – auch für die Anfahrt. Erschwerend kommt in diesem Jahr dazu, dass die S-Bahn-Stammstrecke von 31. März (22.40 Uhr) bis 13. April (4.40 Uhr) gesperrt ist.
Mit Informationen von dpa

