Manch einer steht nicht nur an Weihnachten mit einem Stapel Pakete am Schalter. Auch zu Ostern reisen kleine Aufmerksamkeiten für Freunde und Familie durchs Land. Damit die Geschenke auch pünktlich ankommen, heißt es: Fristen beachten.
Pakete fürs Osternest: Die Zeit drängt
Bei der DHL beträgt die Laufzeit eines Pakets innerhalb Deutschlands ein bis zwei Werktage. Das bedeutet, dass die Pakete spätestens am Donnerstagmorgen aufgegeben werden müssten, wenn sie am Ostersamstag ankommen sollen. Die DHL empfiehlt auf Nachfrage von BR24 allerdings, „zu mengenstarken Zeiten wie Ostern das Paket ein oder zwei Tage früher loszuschicken.“ Das wäre also der Mittwoch oder schon der heutige Dienstag.
Beim Paketdienstleister Hermes gilt in etwa das Gleiche. Auf Anfrage heißt es, die Versandlaufzeit betrage innerhalb Deutschlands wenige Tage, in der Regel ein bis zwei Werktage. Wer vor Ostern auf Nummer sicher gehen möchte, soll seine Sendung laut Hermes aber eher etwas früher als üblich aufgeben.
Großer Paketboom in der Woche nach Ostern
Noch anstrengender wird es für die Beschäftigten der Paketdienstleister in der Woche nach dem Osterfest. Für den Dienstag nach dem Osterwochenende rechnet der Mutterkonzern der Deutschen Post in Bonn mit bis zu 10,5 Millionen Sendungen. „Das ist ein neues Rekordniveau für die Osterzeit“, sagte Marc Hitschfeld, Betriebschef des Konzernbereichs Post & Paket Deutschland. Der bisherige Oster-Höchstwert stammt aus dem Jahr 2024, damals waren es rund neun Millionen. Grund für die Zunahme ist der Trend zum Online-Shopping.
DHL kann schon jetzt recht präzise die Zustellmenge prognostizieren, da es entsprechende Rückmeldungen und Einschätzungen seiner Kunden bekommt, also der Online-Händler. Normalerweise liegt der Tagesschnitt beförderter Pakete bei DHL in Deutschland bei circa 7,5 Millionen. Aktuell – also in der Woche vor Ostern – sind es neun Millionen pro Tag.
Nicht nur zur Weihnachtszeit: Paketdienstleister im Feiertagsstress
Die Zahlen machen deutlich: Der rotgelbe Riese hat alle Hände voll zu tun. „Rund um Ostern erhöhen wir unsere Kapazitäten in allen Bereichen“, sagt DHL-Manager Hitschfeld. „Das heißt, wir haben die Teams in unseren Betriebsstätten verstärkt, sorgen über unsere mechanisierten Zustellbasen für zusätzliche Sortierkapazität und haben im Transport ausreichend Fahrten gesichert.“
Das schon jetzt höhere Sendungsniveau liegt etwa an Ostergeschenken, die sich Familienmitglieder und Freunde zuschicken. Dass der Höchstwert in den Osterferien am Dienstag nach dem Feiertagswochenende erwartet wird, liegt daran, dass viele Menschen im Online-Shopping tätig geworden waren und die Bestellungen dann auf den Weg kommen. An das Sendungsniveau der Weihnachtszeit kommt der Osterwert allerdings nicht ran, dieser lag 2025 bei rund 13 Millionen an einem Tag.
Die Menge der von der Deutschen Post versandten Briefe liegt derzeit ebenfalls deutlich über dem üblichen Niveau. Hierzu teilte der Bonner Konzern aber keine Zahlen mit.

