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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Fast woke, aber nur fast: Der neue „Super Mario“-Film
Kultur

Fast woke, aber nur fast: Der neue „Super Mario“-Film

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 1. April 2026 13:49
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Prinzessin Peach steht im Mittelpunkt dieses Films. Wie alle Figuren in „Super Mario Galaxy“ stammt sie aus der weltweit bekannten Super Mario-Reihe des japanischen Spielkonsolenherstellers Nintendo. Im amerikanischen Original leiht die Schauspielerin Anya Taylor-Joy ihr die Stimme. Kurz vor der Premiere gaben sie und andere am Film beteiligte Schauspieler Interviews in Kyoto im Nintendo Museum, wo sich alles um die Geschichte der Konsolenspiele dreht.

Inhaltsübersicht
Prinzessin Peach hat sich emanzipiertMario bleibt blass, die Nebenfiguren dürfen blühenBowsers Konversion: Hat die Therapie gefruchtet?

Prinzessin Peach hat sich emanzipiert

Peach spielte in den Games meistens die Rolle einer „Damsel in Distress“, nach dem Motto: Prinzessin kann sich nicht selbst helfen, Mario rettet sie. Ein simples Geschlechterstereotyp, das in den Videospielen über Jahrzehnte Bestand hatte.

Im Kino erleben die Fans nun eine emanzipierte und selbstständige Version von Prinzessin Peach. „Ich mag, dass sie so viel draufhat“, erklärt Joy im Interview. „Ich habe das Gefühl, dass es nichts gibt, das sie nicht lösen kann. Ein bisschen habe ich mir das von ihr abgeguckt.“

Peach schwebt, hüpft und kämpft wie im Videospiel. Der Film strotzt nur so von Verweisen auf das Game. Aber auch wer sich im Kosmos der Nintendo-Spiele nicht auskennt, wird dennoch die ein oder andere Referenz entdecken – sei es auf Star Wars, Star Trek oder Jurassic Park. Und während Peach sich also allein aufmacht, hüten Mario und Luigi zunächst ihr Königreich, bis sie gewaltsam in das Abenteuer hineingezogen werden.

Mario bleibt blass, die Nebenfiguren dürfen blühen

Mario, die namensgebende Figur im Film, zeigt kaum charakterliche Entwicklung, dafür blühen einige Randfiguren geradezu auf. Neben Peach, die auf männliche Unterstützung auch gut verzichten kann, befreit sich sein Bruder Luigi aus der Opferrolle und schließt sogar den bisherigen Schurken Bowser in sein Herz.

Bowser, eine kämpferisch aufgemotzte Schildkröte und der Bösewicht schlechthin im Kosmos der Super Mario-Spiele, zeigt sich im zweiten Film geläutert. Nachdem er im ersten Film von Mario und Luigi besiegt wurde, macht der miniaturisierte Bösewicht im aktuellen Film eine Therapie und malt.

Schauspieler und Rockmusiker Jack Black leiht ihm wieder seine Stimme. Bowser habe definitiv eine Wandlung durchgemacht, sagt er im Interview. „Er hat jetzt schon fast etwas Demütiges, aber trotzdem bleibt die große Frage: Hat er sich wirklich verändert?“

Bowsers Konversion: Hat die Therapie gefruchtet?

Der therapierte Bösewicht wird vor eine große Herausforderung gestellt. Sein Sohn, den er über Jahre vernachlässigt hat, idealisiert den Vater und dessen Bösartigkeit. Finden Vater und Sohn wieder zusammen und werden dann beide zu Bösewichten oder kann der frisch therapierte Vater den Sohn auf seine Seite ziehen?

Es sind große Fragen, die dieser vordergründig auf Action und knallbunte Farben ausgelegte Kinderfilm aufwirft. Die Antworten, die er gibt, sind aber leider viel zu simpel.

Man merkt, dass die Macher die Charaktere rund um Mario in die Gegenwart überführen möchten. Einiges wirkt schon fast woke. Doch auf halber Strecke hören sie dann doch auf, zugunsten von Action und bunten Bildern. Man hat es am Ende eben doch mit einem nicht übertrieben komplexen Blockbuster zu tun.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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