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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Osterbräuche: Woher kommen Ostereier, Osterlamm und Osterlachen?
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Osterbräuche: Woher kommen Ostereier, Osterlamm und Osterlachen?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 3. April 2026 19:48
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Jesus lebt, er ist von den Toten wieder auferstanden – das feiern Christen an Ostern: Mit Ostereiern, Osterlamm, Osterkorb – und allerlei anderen Bräuchen. Doch woher kommen die?

Inhaltsübersicht
Das Osterei als Symbol für das Grab JesuDas Osterlamm war eigentlich ein OpfertierMit dem Osterkorb zur Speisenweihe in den GottesdienstWarum man an Ostern lacht, obwohl gerade einer gestorben ist

Das Osterei als Symbol für das Grab Jesu

Als tierisches Produkt sind Eier in der Fastenzeit – also zwischen Aschermittwoch und Ostern – seit dem siebten oder achten Jahrhundert für Gläubige verboten gewesen. Da die Hennen aber nicht mit dem Legen aufgehört haben, mussten die Eier spätestens nach der Fastenzeit dringend gegessen werden.

Das klassische Osterei wurde schon vor über 1.000 Jahren in der Kirche am Ostermorgen als Symbol geschenkt. Es war ein durch Erhitzen haltbargemachtes und rot gefärbtes Ei, das als Symbol für das Grab Jesu stand. Das Ei ist hart wie ein Stein, tot, leblos und kalt. Dennoch beinhaltet es das Leben, das durch die Farbe des Blutes ausgedrückt wird. Die Botschaft des Ostereis: Christus ist auferstanden und lebt!

Das Osterlamm war eigentlich ein Opfertier

Das Osterlamm erinnert an das jüdische Pessachfest – mit dem Ostern eng verbunden ist. Schließlich wollte Jesus, bevor er in Jerusalem verhaftet wurde, mit seinen Jüngern Pessach feiern. Juden schlachten und essen an Pessach traditionell als Opfertier ein Lamm.

Im Christentum wird Jesus durch seinen Tod am Kreuz im Johannes-Evangelium als „Lamm Gottes“ bezeichnet, der sich selbst „um der Menschen willen geopfert hat“, um allen Gläubigen ein ewiges Leben zu ermöglichen. Bei Christen kommt bis heute das Lamm eher in Gebäckform auf den Tisch, oft mit Puderzucker weiß bestäubt als Zeichen der Reinheit.

Mit dem Osterkorb zur Speisenweihe in den Gottesdienst

In Bayern kommen in den Osterkorb traditionell Eier, Osterschinken (als Zeichen, dass die entbehrungsreiche Fastenzeit zu Ende ist), Salz (als Zeichen für die Würze des Lebens), Meerrettich oder auch Käse sowie ein gebackenes Osterlamm – oft mit einer Christus-Fahne verziert.

Anderswo gibt es stattdessen eher Osterbrot oder Osterfladen aus Hefeteig. Viele Familien packen außerdem noch eine selbst gebastelte Osterkerze in den Korb. Die Kerze steht für Licht und Wärme, für Christus als das Licht der Welt. Die Osterkerze im Gottesdienst wird traditionell am Osterfeuer angezündet.

Warum man an Ostern lacht, obwohl gerade einer gestorben ist

Zwar wird an Karfreitag des Todes Jesu gedacht und getrauert, an Karsamstag beginnt am Abend in der Osternacht jedoch das Fest der Freude, denn Ostern ist das Fest der Auferstehung. Jesus ist von den Toten auferstanden. Der Glaube an die Auferstehung ist zentral in der christlichen Theologie. Sie markiert den Sieg Jesu über den Tod.

Ein Grund also zur Freude. Um diese Freude zum Ausdruck zu bringen, gab es vor allem im Spätmittelalter die Tradition, in der Kirche laut zu lachen. Das „Osterlachen“ oder „Ostergelächter“, das auf einen Witz in der Osterpredigt folgte, war bis ins 17. Jahrhundert ein fester Brauch im Gottesdienst, der die Osterfreude zum Ausdruck brachte.

Auch heute noch erzählen manche Pfarrer im Ostergottesdienst einen Witz, um so die Gemeinde zum Lachen zu bringen. Denn nach der Auferstehung ist der Tod nach christlicher Lesart überwunden, er ist nichts mehr, wovor man sich fürchten müsste.

 

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Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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