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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Schauspieler Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben
Kultur

Schauspieler Mario Adorf mit 95 Jahren gestorben

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 9. April 2026 13:50
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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Der Schauspieler Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er sei am Mittwoch „nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris eingeschlafen“, teilte sein langjähriger Manager Michael Stark am Donnerstag in Offenbach mit.

Inhaltsübersicht
Fast sieben Jahrzehnte in Film und FernsehenSchauspielausbildung in München

Adorf habe ihm bei einem letzten Besuch vor kurzer Zeit noch mit auf den Weg gegeben, dass er sich „bei seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue bedankt“, erklärte Stark weiter.

Fast sieben Jahrzehnte in Film und Fernsehen

Mario Adorf war im Laufe seiner Karriere in mehr als 200 Rollen geschlüpft und gehört damit zu den bekanntesten Gesichtern in deutschen Fernsehserien und Filmen. Auch als Sprecher und Autor machte er sich einen Namen.

Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte er 1957 mit „Nachts, wenn der Teufel kam“. Zu Adorfs bekanntesten Rollen zählen der Bösewicht Santer in der Winnetou-Trilogie von Harald Reinl, Karl Marx in der ZDF-Produktion „Der deutsche Prophet“ und – legendär: Generaldirektor Heinrich Haffenloher in der ARD-Serie „Kir Royal“, aus der Adorfs wohl berühmteste Dialogzeile stammt: „Ich scheiß‘ dich sowas von zu mit meinem Geld.“

Schauspielausbildung in München

Der Schauspieler wurde in Zürich geboren, wuchs dann jedoch in bescheidenen Verhältnissen in Mayen in der Eifel auf. Nach dem Abitur zog es Adorf dann zur Schauspielerei. Er studierte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München und wurde ins Ensemble der Kammerspiele aufgenommen. Neben dem Theater folgten Rollen in Fernsehen und beim Film. Es war der Start einer großen Karriere mit einer enormen Bandbreite an Rollen und vielen Auszeichnungen.

Regisseure wie Billy Wilder, Rainer Werner Fassbinder, Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff, Helmut Dietl oder Dieter Wedel wollten den Darsteller, der Bösewichte ebenso eindrücklich spielen kann wie Patriarchen, eitle Gecken oder Feingeister. Als Weltstar sehe er sich nicht, hatte Adorf in einem früheren Interview der „Hörzu“ gesagt. „Weltstars – das sind die Amerikaner. Andere gibt es kaum, vielleicht mal eine Brigitte Bardot oder eine Sophia Loren.“

Mit Informationen von KNA und AFP

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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