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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Wir in Bayern“ trauert um Andreas Modery
Kultur

„Wir in Bayern“ trauert um Andreas Modery

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 9. April 2026 13:50
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Seit über 20 Jahren hat Andreas Modery die Sendung „Wir in Bayern“ vor und hinter der Kamera in besonderer Weise bereichert. Seine Leidenschaft, sein Engagement, sein Humor, sein Enthusiasmus, sein Fachwissen sowie seine Freundlichkeit haben Zuschauer, aber auch seine Arbeitskollegen beeindruckt und begeistert.

Inhaltsübersicht
Über 20 Jahre selbsternannter „Gartenfuzzy“ bei „Wir in Bayern“Ein „echtes Original“Für jeden Spaß zu haben: Andreas Modery bei „Verstehen Sie Spaß?“Moderys Lebensphilosophie: „Garten und Gabel“ gehören zusammenVergelt’s Gott, Andreas – und Servus!

Über 20 Jahre selbsternannter „Gartenfuzzy“ bei „Wir in Bayern“

Garten und Pflanzen waren sein Leben. Nach dem Studium der Forst- und Jagdwissenschaften, unter anderem in Paris, Gent und München, spezialisierte er sich als Fachjournalist auf die grüne und blühende Welt. Viele Jahre war er als Natur- und Gartenexperte im deutschsprachigen Radio und Fernsehen unterwegs.

2003 wurde er der „Gartenfuzzy“, wie er sich immer selbst bezeichnete, und eine feste Institution bei „Wir in Bayern“. Er hat die Sendung in vielfältiger Weise geprägt. Egal ob Pflanzentipps, Gartenbesuche, Bauanleitungen zu Insektenhotels und Gartenbänken oder die Suche nach „Bayerns schönster Tomate“: All das präsentierte Andreas mit Herzblut, Expertise und Originalität. Eine blühende Pflanze war für ihn nicht nur eine Pfingstrose oder eine Fuchsie, es war eine „kleine Schönheit“ oder ein „Blütenjuwel“.

Ein „echtes Original“

Andreas war bei den Zuschauern sehr beliebt. BR-Unterhaltungschefin Iris Mayerhofer über den Verlust: „Er hatte viele treue Anhänger im Publikum, die sein Fachwissen, das er stets mit Witz und Charme präsentiert hat, sehr geschätzt haben. Mit seinem Tod verliert ‚Wir in Bayern‘ ein echtes Original.“

„Es gab nichts, was er nicht wusste!“, erinnert sich Moderator Dominik Pöll. „Wir haben bei Internationalen Gartenschauen immer wieder „Pflanzensprechstunden“ zusammen gemacht. Da konnte er alle Fragen, selbst die von studierten Botanikern, sofort fundiert beantworten. Und er konnte sich wie ein kleiner Junge begeistern, zum Beispiel wenn er neue Pflanzen oder Gartenwerkzeuge vorgestellt hat. Danach dachte ich immer: ‚Ja! Diese Harke brauche ich jetzt auch unbedingt!'“.

Für jeden Spaß zu haben: Andreas Modery bei „Verstehen Sie Spaß?“

Die Rolle seines Lebens hat Andreas als Lockvogel für „Verstehen Sie Spaß?“ gespielt. Er half dabei, Dominik Pöll glauben zu lassen, dass während einer Live-Sendung von „Wir in Bayern“ eine botanische Sensation passiert. Dabei hat er in seiner unnachahmlichen Art Barbara Schöneberger als schräge Botanik-Professorin unterstützt.

Der gemeinsame Besuch bei „Verstehen Sie Spaß“ in Berlin hallte noch lange in ihm nach. Dominik Pöll erinnert sich: „Ich werde nie vergessen, dass er sich seitdem jedes Mal, wenn wir uns gesehen haben, dafür entschuldigt hat. Er hätte so sehr mit mir gelitten! Aber ich fand es gar nicht so schlimm.“

Moderys Lebensphilosophie: „Garten und Gabel“ gehören zusammen

Die Zusammenarbeit mit ihm war professionell und gleichzeitig auch sehr persönlich. Auch die langjährige Moderatorin Sabine Sauer blickt zurück: „Für mich war Andreas der Sonnenschein des Tages. Wenn man mit ihm arbeiten durfte, hatte er immer gute Laune, war immer herzlich und hilfsbereit. Ein Mensch, den man einfach nur ins Herz schließen und liebhaben konnte.“

Für Andreas gehörten, seinen eigenen Worten zufolge, „Garten und Gabel“ zusammen. Deshalb fühlte er sich am Küchentresen im „Wir in Bayern“-Wohnzimmer besonders wohl. Er hat leidenschaftlich gern gekocht und war ein großer Fan der italienischen Küche und Weine. Bei „Garten-Reisen“ nach Italien konnte er Beruf und Urlaub miteinander verbinden.

„Wir in Bayern“-Allgemeinarzt Klaus Tiedemann war einmal mit ihm und einem Kamerateam für „Sternstunden“ im Wald unterwegs und blickt lächelnd zurück: „Sein spontaner Wortwitz war einfach herrlich!“

Vergelt’s Gott, Andreas – und Servus!

Auch Moderator Michael Sporer ist traurig und fassungslos: „Andreas war nicht nur ein feiner Mensch, ein Vollblut-Gartenprofi und ein außergewöhnlicher TV-Experte. Er war nach so vielen gemeinsamen Jahren vor der Kamera auch und vor allem ein guter Freund. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist.“

Der große Traum von Andreas war ein eigener, kleiner Weingarten. Möge er ihn, zusammen mit all seinen Lieblingspflanzen, im himmlischen Garten Eden finden! Seine zugewandte, offene Art wird in der Redaktion und im Studio fehlen. Vielen Dank und ein leises Servus an einen geschätzten Kollegen und feinen Menschen, Andreas Modery.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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