Die Gruppe „Fancy Bears“, hat so gar nichts mit einem coolen, harmlosen Bären zu tun. Vielmehr ist es eine der aggressivsten Hackertruppen aus Russland. Sie hat in der Vergangenheit nicht nur den Deutschen Bundestag angegriffen, sondern auch die Parteizentrale der SPD und die Deutsche Flugsicherung. Hinter der Gruppe steckt der russische Geheimdienst, weshalb in deutschen Sicherheitsbehörden nun die Alarmglocken läuten.
Verfassungsschutz warnt Besitzer von TP-Link-Routern
Der aktuelle Coup der Kriminellen aus Russland betrifft Router, wie das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt. Die Internetzugangsgeräte scheinen ein naheliegendes Ziel. Sie sind veritable Schaltzentralen, etwa für Heimnetzwerke, die sogenannten Smarthomes. Viele dieser vernetzten Geräte sind nicht gut gesichert, also leicht angreifbar. Auch in den Routern selbst gibt es Schwachstellen. Laut Verfassungsschutz sind weltweit tausende Geräte der Firma TP-Link anfällig.
In Deutschland eher wenige Router betroffen
Wie viele Geräte in Deutschland genau betroffen sind, ist unklar. Grundsätzlich sind Router von TP-Link hierzulande nicht sonderlich stark verbreitet. Der Verfassungsschutz hat eigenen Angaben zufolge gerade mal rund 30 anfällige Geräte ausfindig gemacht. In einigen Fällen waren die Hacker allerdings tatsächlich bereits eingedrungen. Sind die bekannten Fälle womöglich nur die sprichwörtliche Spitze des Eisberges?
Beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) glaubt man das eher nicht. Eine Sprecherin erklärte auf Anfrage: „Das BSI geht von einer sehr geringen Anzahl von Betroffenen in Deutschland aus, die bereits durch Sicherheitsbehörden informiert wurden. Nichtsdestotrotz sind insbesondere bei Netzwerkgeräten wie Routern adäquate Sicherheitsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung.“

