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Alle Menschen in Bayern, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, können aufatmen. Streiks wird es erstmal keine mehr geben, denn nach langen Verhandlungen haben sich am späten Mittwochabend die Vertreter der Gewerkschaft Verdi und der kommunalen Nahverkehrsbetriebe in Bayern geeinigt.
Einigung erzielt: Details kommen im Laufe des Tages
Sowohl kommunale Arbeitgeber als auch die Gewerkschaft Verdi bestätigten dem Bayerischen Rundfunk, dass ein Ergebnis erzielt werden konnte. Einzelheiten wollten sie aber noch nicht bekannt geben. Diese würden nun ausformuliert und sollen im Laufe des Tages veröffentlicht werden, sagte ein Sprecher der Arbeitgeberseite dem Bayerischen Rundfunk.
Letzte Streikwelle am vergangenen Dienstag
Mit der Einigung enden zähe Verhandlungen. Es war bereits die fünfte Tarifrunde für die rund 9.000 Beschäftigten im Freistaat. An etlichen Tagen wurde in Bayern in den vergangenen Wochen gestreikt – erst am vergangenen Dienstag standen U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen in mehreren großen Städten still. Damit hatte Verdi den Druck vor der fünften Verhandlungsrunde nochmal erhöht. Bei vielen Bürgerinnen und Bürgern war der Frust über die Arbeitsniederlegungen groß, da das Auto wegen der hohen Benzinpreise eine teure Alternative ist.
Kritik an den Streiks hatte es zuletzt von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) gegeben: „Wenn einige wenige den Berufsverkehr lahmlegen, dann hat das massive Auswirkungen für viele Pendler, darunter nicht nur Beschäftigte, sondern auch Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler und vor allem für die Betriebe“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Verdi: Mitgefühl für zusätzliche Belastung der Pendlerinnen und Pendler
Die Auswirkungen des Arbeitskampfes auf Kundinnen und Kunden des öffentlichen Nahverkehrs waren der Gewerkschaft nach eigenen Angaben nicht egal: Auf BR-Anfrage betonte die Branchenkoordinatorin für Busse und Bahnen, Katharina Wagner, dass die Streiks niemanden kalt lassen. Es tue ihr leid, dass viele Beschäftigte zusätzlich belastet wurden. Gleichzeitig unterstrich sie aber die Notwendigkeit der Arbeitskämpfe. Nur mit besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen könne der ÖPNV langfristig gesichert werden.

