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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Spritpreise belasten Unternehmen: „Für viele der Genickbruch“
Wirtschaft

Spritpreise belasten Unternehmen: „Für viele der Genickbruch“

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 23. April 2026 08:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Für Speditionen wie die das fränkische Unternehmen Menninger ist die derzeitige Situation mehr als belastend: Ein Lkw verbraucht auf 100 Kilometer zwischen 20 und 30 Liter Diesel. Für das Traditionsunternehmen bedeutet das derzeit Mehrkosten von rund 60.000 Euro pro Monat. Bei Geschäftsführer Max Menninger häufen sich die Sorgen: schlechte Auftragslage, unkalkulierbare Dieselpreise, explodierende Investitionskosten. Die Branche arbeite ohnehin mit schmalen Margen. Steigende Kosten träfen sie besonders hart.

Inhaltsübersicht
Kritik am Entlastungspaket: „Da muss ich eure Kompetenz anzweifeln“Bayern-SPD-Chef Roloff: Erhöhung der Pendlerpauschale denkbar

Vergangene Woche hat die Bundesregierung ihre Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie Verbraucher und Unternehmen in Deutschland entlasten will: 17 Cent weniger Steuer auf Sprit sowie eine Prämie von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte, steuerfrei – und finanziert von den Arbeitgebern. Für Max Menninger ist das keine Hilfe, im Gegenteil: „Das ist für viele deutsche Speditionen der Genickbruch“, sagt er im BR-Politikmagazin Kontrovers.

Kritik am Entlastungspaket: „Da muss ich eure Kompetenz anzweifeln“

Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Diesel ist in Deutschland deutlich teurer als in vielen anderen EU-Staaten. Für international tätige Speditionen wie das von Max Menninger entsteht dadurch ein klarer Wettbewerbsnachteil. Insgesamt ist in Bayern die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe angespannt. Mehr noch: Laut Zahlen des Landesamtes für Statistik steigt die Zahl der Insolvenzen seit 2021 kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr wurden 3.276 Fälle registriert.

In einem Social-Media-Post macht Menninger seinem Ärger Luft: Den Bürgern würde verkauft, dass jetzt jeder Arbeitnehmer von seinem Chef 1.000 Euro bekäme. „Da muss ich wirklich ernsthaft eure Kompetenz anzweifeln“, spricht Menninger in Richtung Bundesregierung. Der Clip verbreitet sich rasant, erreicht gut eine Million Aufrufe.

Bayern-SPD-Chef Roloff: Erhöhung der Pendlerpauschale denkbar

Sebastian Roloff, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ist sich indes sicher, dass der 17-Cent-Tankrabatt bei den Autofahrern ankommt. Im Interview mit Kontrovers sagt Roloff: „Ich mache mir auch keine Sorgen, was die ersten Wochen betrifft, wo ja fast an jeder Tankstelle eine Kamera ist, die das sozusagen überwacht.“ Die Preisentwicklung bleibe aber abzuwarten.

Weitere Maßnahmen würden schon besprochen, so Roloff. Vielleicht sogar neue entlastende Maßnahmen wie eine weitere Erhöhung der Pendlerpauschale. Er könne sich auch das Luxemburger Modell vorstellen, wonach der Öl- sowie der Benzinpreis staatlich reguliert werden Das sei aber für den Koalitionspartner, die Union, nur schwer denkbar.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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