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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Wespennest am Haus: So können Sie den Nestbau verhindern
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Wespennest am Haus: So können Sie den Nestbau verhindern

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 28. Mai 2026 07:49
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Eine Wespe verschwindet im Rollladenkasten, eine Hornisse fliegt wiederholt einen Riss in der Hauswand an. Tauchen die Tiere mehrfach an derselben Stelle auf, deutet das darauf hin, dass sie einen Nistplatz suchen. Spätestens jetzt stellt sich die Frage: Wie lässt sich verhindern, dass Wespen oder Hornissen genau dort ein Nest bauen?

Inhaltsübersicht
Wann beginnen Wespen und Hornissen mit dem Nestbau?Welche Orte am Haus sind besonders anfällig für Nester?Wie lässt sich ein Nestbau verhindern?Helfen ätherische Öle gegen den Nestbau?Was tun, wenn bereits ein Nest entsteht?Wann ist ein Nest wirklich problematisch?Warum sind Wespen und Hornissen für das Ökosystem wichtig?

Wann beginnen Wespen und Hornissen mit dem Nestbau?

Wespen- und Hornissenköniginnen suchen im Frühjahr nach einem geschützten Nistplatz. Häuser bieten dafür ideale Bedingungen: warm, trocken und ruhig. Oft reicht schon eine kaum sichtbare Öffnung am Haus, damit ein Nest entstehen kann.

Welche Orte am Haus sind besonders anfällig für Nester?

Besonders oft entstehen Wespen- und Hornissennester an Stellen, die kleine Hohlräume bieten. Dazu gehören Rollladenkästen, Holzverkleidungen am Balkon, offene Bereiche auf dem Dachboden oder kleine Risse in der Fassade. Diese Orte bieten den Insekten Schutz vor Wetter und Störungen.

Wie lässt sich ein Nestbau verhindern?

Am wirksamsten ist es, erst gar keine potenziellen Zugänge zu bieten. Dazu gehört vor allem, Öffnungen am Gebäude rechtzeitig zu schließen, bevor die Tiere im Frühjahr auf Nistplatzsuche gehen.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (externer Link) empfiehlt dafür vor allem vergleichsweise einfache Maßnahmen: Ritzen und Spalten abdichten, Rollladenkästen mit passenden Dichtungen sichern und mögliche Hohlräume am Haus früh im Jahr kontrollieren und verschließen.

Wichtig ist der Zeitpunkt: Sobald ein Nest im Aufbau ist, sind Eingriffe deutlich schwieriger und rechtlich nur noch eingeschränkt möglich.

Helfen ätherische Öle gegen den Nestbau?

Immer wieder werden ätherische Öle wie Lavendel oder Nelkenöl genannt, wenn es um die Abwehr von Wespen und Hornissen geht. Solche Gerüche können in Einzelfällen eine gewisse abschreckende Wirkung haben, darauf weisen auch Naturschutzorganisationen hin.

Eine verlässliche Methode, um den Nestbau zu verhindern, sind sie allerdings nicht. Belastbare Belege dafür, dass Gerüche allein eine Ansiedlung dauerhaft verhindern, gibt es bislang nicht.

Was tun, wenn bereits ein Nest entsteht?

Sobald Wespen oder Hornissen mit dem Nestbau beginnen, sollte nicht selbst eingegriffen werden. Der Grund: Wespen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt (BNatSchG, §39): „Es ist verboten, Wespen mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten und die Nester zu zerstören“, schreibt der Naturschutzbund (NABU) (externer Link). Einige Wespenarten sind sogar streng geschützt.

„Wespen dürfen somit nur bei Vorliegen vernünftiger Gründe bekämpft werden“, schreibt das Umweltbundesamt (externer Link). Zuständig sind je nach Region Umwelt- oder Naturschutzbehörden. Oft vermitteln sie auch spezialisierte Wespen- oder Hornissenberater, die die Lage vor Ort einschätzen und über mögliche Maßnahmen entscheiden.

Wann ist ein Nest wirklich problematisch?

Nicht jedes Wespen- oder Hornissennest stellt eine Gefahr dar. Kritisch wird es vor allem dann, wenn:

  • es direkt an stark genutzten Bereichen liegt, etwa am Hauseingang
  • Allergien im Haushalt bestehen
  • man den Tieren im Alltag kaum ausweichen kann.

In vielen anderen Fällen ist ein friedliches Nebeneinander möglich. Wespen und Hornissen reagieren in der Regel nur dann aggressiv, wenn sie sich direkt bedroht fühlen oder ihr Nest gestört wird.

Warum sind Wespen und Hornissen für das Ökosystem wichtig?

Auch wenn sie im Sommer oft als störend empfunden werden, erfüllen Wespen eine wichtige ökologische Rolle. Sie fangen zahlreiche Insekten wie Fliegen, Mücken oder Raupen und tragen damit zur natürlichen Schädlingskontrolle bei.

Außerdem sind sie selbst Teil der Nahrungskette und werden von Vögeln oder anderen Tieren gefressen. Auch bei der Bestäubung spielen sie eine Rolle, wenn auch eine deutlich kleinere als Bienen.

Fazit: Wer verhindern möchte, dass sich Wespen oder Hornissen am Haus ansiedeln, sollte mögliche Hohlräume früh im Jahr verschließen. Ist bereits ein Nest im Aufbau, entscheiden meist Fachstellen darüber, wie weiter vorgegangen wird.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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