WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    DGB fordert Pflicht-Betriebsrente für alle Arbeitnehmer
    8. Juni 2026
    Reisen in unsicheren Zeiten: Trends für den Sommerurlaub
    7. Juni 2026
    Wo die Bayern am meisten verdienen – Daten im Überblick
    8. Juni 2026
    „Alles wird teurer“ – leisten wir uns heutzutage zu viel?
    8. Juni 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Sonnabend, Juno, Reklame: Das ist das Boomerwort des Jahres 2026
    5. Juni 2026
    RTX Spark: Nvidias Angriff auf den Laptop
    5. Juni 2026
    Peter Thiel: In Wien unerwünscht, in Argentinien angekommen
    4. Juni 2026
    Mehr Zeit fürs echte Leben – Internetnutzung sinkt deutlich
    4. Juni 2026
    Deutsche KI-Pläne: Kann man sich einen KI-Standort kaufen?
    3. Juni 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Bitterstoffe im Check: Hype oder echte Wirkung?
    8. Juni 2026
    Haben wir außerirdisches Leben übersehen? Jetzt soll KI helfen
    8. Juni 2026
    Keime im Kühlschrank: Warum regelmäßiges Putzen wichtig ist
    7. Juni 2026
    Bitterstoffe im Check: Hype oder echte Wirkung?
    7. Juni 2026
    PMOS: Jede achte Frau betroffen – doch kaum Ärzte können helfen
    7. Juni 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Serie „Kap der Angst“: Ein Javier Bardem zum Fürchten
    8. Juni 2026
    Sensationsfund begeistert Augustiner – und auch den Papst?
    8. Juni 2026
    „Off Campus“ – das „Heated Rivalry“ für Heteros?
    8. Juni 2026
    Ein Haus für alle Religionen – auch in München?
    7. Juni 2026
    Warum Experten vor den KI-Songs für Wal Timmy warnen
    5. Juni 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Als Zollbeamtin gegen Schwarzarbeit ermitteln – Lohnt sich das?
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Als Zollbeamtin gegen Schwarzarbeit ermitteln – Lohnt sich das?
Wirtschaft

Als Zollbeamtin gegen Schwarzarbeit ermitteln – Lohnt sich das?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 8. Juni 2026 11:47
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Alaia (22) ist Zollbeamtin in der Finanzkontrolle für Schwarzarbeit. Ermittelt wird beispielsweise, ob Angestellte den gesetzlichen Mindestlohn bekommen, Gewerbe angemeldet sind oder Sozialleistungen rechtskonform bezogen werden. Für sie der spannendste Teil ihrer Arbeit: die unangekündigten Prüfungen vor Ort. „Ich hatte durchaus schon Prüfungen, bei denen Leute geflohen sind. Da schießt das Adrenalin kurz hoch“, erzählt die Zollbeamte.

Inhaltsübersicht
Über vierzig Wochenstunden und 350.000 WhatsApp-NachrichtenWie viel verdient eine Zollbeamtin in der Ermittlung gegen Schwarzarbeit?Schwarzarbeit in DeutschlandDer entstandene Schaden

Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen überprüft sie unter anderem Gaststätten, Baustellen, Imbisse oder Lieferdienste auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Ihre Kontrollen erstrecken sich über viele verschiedene Arbeitsfelder, da sie keinem bestimmten Bereich zugeordnet ist.

Über vierzig Wochenstunden und 350.000 WhatsApp-Nachrichten

Alaia war früh klar: Sie will zum Zoll. Nach dem Realschulabschluss hat sie die Ausbildung zur Zollobersekretärin im mittlernen Dienst gemacht und anschließend im Bereich der Gastronomieprüfungen gearbeitet. Später ist sie ins Team der Ermittlungen gewechselt. Heute ist sie seit sieben Jahren beim Zoll, im mittleren Dienst. Um sich für den gehobenen Dienst zu qualifizieren, müsste sie ihr Abitur nachholen, sich entlassen lassen aus dem Beamtenverhältnis, neu bewerben und drei Jahre studieren gehen. Das kommt für Alaia aktuell nicht in Frage.

Dadurch, dass Alaia im Bereich der Ermittlungen tätig ist, verbringt sie die meiste Arbeitszeit im Büro und wertet dort Hinweise oder Beweise aus. Aktuell betreut sie zwei große Ermittlungsfälle und wertet dazu über 350.000 WhatsApp-Nachrichten aus. Etwa ein bis zwei Tage pro Woche verbringt sie im Außendienst. Insgesamt arbeitet Alaia 41 Stunden pro Woche.

Wie viel verdient eine Zollbeamtin in der Ermittlung gegen Schwarzarbeit?

Alaias Grundgehalt liegt nach Besoldungsgruppe A7, Stufe 2 bei 3.142 Euro. Da Alaia als Zollbeamtin im Einsatz Gefahren ausgesetzt ist, erhält sie eine Polizeizulage in Höhe von 228 Euro. Von ihren 3.375 Euro brutto gehen ihr aufgrund ihres Beamtenstatus lediglich die Lohnsteuer und die private Krankenversicherung ab. Monatlich bleiben ihr 2.596 Euro netto. Jährlich macht sie ein Brutto von 40.166 Euro. Für Alaia lohnt sich ihr Beruf, mit ihrem Gehalt ist sie zufrieden.

Schwarzarbeit in Deutschland

Alaia ist eine von rund 9.700 Beamten und Beamtinnen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Vergangenes Jahr haben sie, laut Bundesministerium für Finanzen, gemeinsam über 25.000 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überprüft. Viermal so viele Strafverfahren wurden eingeleitet. In Gaststätten waren es mehr als 13.000 Ordnungswidrigkeiten. Auch in zahlreichen Kosmetik- und Friseurgewerben lag ein Verdacht auf Schwarzarbeit vor, hierzu wurden 2025 knapp 15.787 Menschen befragt.

Mehr als 20.000 Personenbefragungen führten zu einer Vielzahl von Strafverfahren im Speditions‑, Transport‑ und Logistikgewerbe. Dem Institut der Deutschen Wirtschaft zufolge arbeiten jährlich mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland schwarz. Viele handeln aus Not.

Der entstandene Schaden

675 Millionen Euro – so hoch ist der Gesamtschaden (externer Link), den die 25.800 im Jahr 2025 geprüften Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern verursacht haben. Die Summe setzt sich aus den versäumten Sozialbeiträgen, Steuerhinterziehung und nicht gezahlten Mindestlöhnen sowie ähnlichen Schäden zusammen. Die Ermittlungen sollen laut Zoll zu Freiheitsstrafen von insgesamt 1.200 Jahren geführt haben.

 

Dir gefällt vielleicht

DGB fordert Pflicht-Betriebsrente für alle Arbeitnehmer

Reisen in unsicheren Zeiten: Trends für den Sommerurlaub

Wo die Bayern am meisten verdienen – Daten im Überblick

„Alles wird teurer“ – leisten wir uns heutzutage zu viel?

Beamte in die GKV? Was das für Bayern bedeuten würde

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Ein Haus für alle Religionen – auch in München?
Nächster Artikel Wo die Bayern am meisten verdienen – Daten im Überblick
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Bitterstoffe im Check: Hype oder echte Wirkung?
Wissen 8. Juni 2026
Serie „Kap der Angst“: Ein Javier Bardem zum Fürchten
Kultur 8. Juni 2026
Sensationsfund begeistert Augustiner – und auch den Papst?
Kultur 8. Juni 2026
Haben wir außerirdisches Leben übersehen? Jetzt soll KI helfen
Wissen 8. Juni 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?