Der Sommer 2026 bleibt seinem Muster treu: Sonne und große Hitze bestimmen das Wetter. Nach den Hitzewellen Ende Mai, Ende Juni und Mitte Juli steht Bayern nun bereits die vierte Hitzewelle bevor – mit teils extremen Temperaturen.
Erster Höhepunkt der Hitzewelle
Der erste Höhepunkt der neuen Hitzewelle wird heute Nachmittag erreicht. Die Temperaturen steigen auf 37 bis 38 Grad, am Untermain sind örtlich sogar knapp 40 Grad möglich. Die Rekordwerte von Ende Juni werden zwar nicht erreicht – dafür wird es ungemütlich. Hitze und kräftige Sturmböen treffen aufeinander, eine ungewöhnliche Kombination.
Zunächst frischt der Südwestwind zwischen Aschaffenburg und Würzburg deutlich auf, am Abend erfasst er ganz Bayern. Nur vereinzelt sind im Norden Gewitterschauer dabei. Meist zieht lediglich eine Wolkenfront durch, die Böen von 60 bis 80 km/h mit sich bringt. Innerhalb kurzer Zeit verdrängt sie die extreme Hitze aus dem Freistaat.
Warum es heute trotz Hitze kaum Gewitter gibt
Eine solche Wetterlage entsteht, wenn am Rand des Hitzehochs in mehreren Kilometern Höhe eine stärkere Luftströmung einsetzt. Das bleibt meist nicht ohne Folgen. Häufig bilden sich dann verbreitet Gewitter. Heute ist die Luft jedoch so trocken, dass sich kaum Gewitter entwickeln. Stattdessen fegen die Sturmböen trocken über das Land. Am späten Abend schwächt sich diese Windfront über Ostbayern ab, die letzten vereinzelten Gewitterschauer ziehen über das Fichtelgebirge nach Sachsen ab.
Mit dem Wind gelangt allerdings zunehmend feuchtere Luft nach Bayern. Damit endet die trocken-heiße Phase und es beginnt eine schwül-heiße und zunehmend gewitteranfällige Wetterlage. Erste örtliche Gewitter sind bereits morgen früh zwischen Spessart und Rhön möglich. Tagsüber steigen die Temperaturen dann erneut rasch auf 37 bis 38 Grad. Die höchsten Werte werden diesmal vor allem in Oberbayern, Niederbayern und entlang der Donau erwartet.
Ab dem späten Nachmittag ziehen von Südwesten kräftige Gewitter auf. Vor allem im Allgäu, entlang der Donau und später auch in Niederbayern besteht die Gefahr einzelner Superzellen mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Auch im übrigen Bayern muss im weiteren Verlauf mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.
Heißes Wochenende mit einzelnen Gewittern
Auch zum Wochenende bleibt Bayern fest im Griff der Hitze. Die ganz extremen Temperaturen gehen zwar vorübergehend etwas zurück, vielerorts werden aber weiterhin deutlich über 30 Grad erreicht. Am Samstag wechseln sich Sonne und Wolken ab, dazu sind örtlich Schauer und Gewitter möglich.
Am Sonntag steigen die Temperaturen erneut auf bis zu 34 Grad. Neben viel Sonnenschein ziehen im Tagesverlauf wieder Quellwolken auf, vor allem in Südbayern sind einzelne Schauer und Gewitter zu erwarten.
Nach aktuellem Stand setzt sich die Hitzewelle auch in der kommenden Woche fort. Die Temperaturen dürften erneut anziehen und vielerorts wieder über 35 Grad steigen. Besonders der Montag verspricht erneut hochsommerliche bis extreme Hitze. Anschließend wiederholt sich das derzeitige Wetter-Muster: Schauer und Gewitter bringen vorübergehend etwas Abkühlung, ehe die Temperaturen am nächsten Tag erneut deutlich über die 30-Grad-Marke klettern.
Ein Ende ist frühestens nächste Woche in Sicht
Frühestens gegen Ende der kommenden Woche dürfte die vierte Hitzewelle des Sommers 2026 in Bayern zu Ende gehen. Wie sich das Wetter danach entwickelt, ist derzeit noch offen. Zwar deuten einige Berechnungen auf häufiger auftretende Regenfälle hin, eine verlässliche Prognose lässt sich daraus aber noch nicht ableiten.
Die aktuellen Höchsttemperaturen erreichen zwar nicht ganz die Extremwerte der Hitzewelle Ende Juni. In ihrer Dauer steht sie ihr jedoch kaum nach: Bis zum kommenden Freitag kämen in ganz Bayern elf Hitzetage in Folge zusammen.

