Kaum war die Sonnenfinsternis am Mittwochabend vorbei, bot der Himmel schon das nächste Spektakel: In der Nacht erreichte der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Der Meteorstrom gilt als einer der schönsten des Jahres. An dunklen Orten konnten bis zu hundert Meteore pro Stunde über den Himmel huschen.
Beste Bedingungen für Himmelsbeobachter
In diesem Jahr hatten es Sternschnuppen-Fans besonders leicht. Das Maximum der Perseiden fiel genau in die Neumondnacht. Dadurch störte kein Mondlicht den Blick auf die Leuchterscheinungen. Auch das Wetter spielte weitgehend mit.
Lediglich über Norddeutschland zogen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) einige hohe Wolkenfelder auf. Dort könne es lokal zu Einschränkungen bei der Sicht gekommen sein, sagte ein DWD-Meteorologe. Sternschnuppen gelten seit jeher als Glücksbringer. Einer alten Vorstellung zufolge können sie Wünsche erfüllen.
„Ah und Oh“ bei jeder Sternschnuppe im Planetarium
Selbst in Berlin waren bereits vor 23.00 Uhr Sternschnuppen zu beobachten. Trotz der Lichtverschmutzung seien einige Meteore gesichtet worden, sagte Tim Florian Horn, Direktor des Zeiss-Großplanetariums. Auf einer Freifläche neben dem Planetarium konnten Gäste das Himmelsspektakel direkt verfolgen. „Jede Sternschnuppe wird mit lauten Ah und Oh bestaunt“, sagte Horn.
Perseiden noch mehrere Nächte sichtbar
Die Perseiden waren bereits in den Nächten vor ihrem Maximum zu sehen. Auch in den kommenden Nächten könnten bei gutem Wetter noch zahlreiche Sternschnuppen beobachtet werden, sagte Horn. Die Aktivität nehme nun langsam ab und ende am 24. August.
Komet liefert den Stoff für das Schauspiel
Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109P/Swift-Tuttle. Auf seiner Bahn um die Sonne hinterlässt der Komet winzige Staubteilchen. Wenn die Erde den Teilchenstrom kreuzt und die Partikel in die Atmosphäre eintreten, verglühen sie – und werden als Sternschnuppen sichtbar.
Mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Sekunde sind die Perseiden vergleichsweise schnelle Meteore. Einige können als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen.
Blick nach Nordosten
Wie ihr Name bereits verrät, scheinen die Perseiden aus dem Sternbild Perseus zu kommen. Nach Einbruch der Dunkelheit steht es über dem Nordosthorizont. Perseus ist nach einem mythologischen Helden aus der griechischen Antike benannt.

