Konnten User die Fälschung überhaupt entdecken?
„t3n“ zufolge (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt) gab es erkennbare Unterschiede nur, „wenn User:innen genauer hinschauten“. So habe die Downloadzahl deutlich unter dem Original gelegen. Während WhatsApp von Meta mehr als zehn Milliarden Downloads verzeichne, sei die Fälschung „nur“ auf eine halbe Million gekommen. Da es sich jedoch um eine potenziell schädliche App handele, seien alle gefährdet, die sie heruntergeladen hätten.
Welchen Zweck die App genau verfolgt und welche Aktionen sie auf Endgeräten vornimmt, ist derzeit nicht klar. Google hat sich nach Angaben von The Verge bislang nicht zu dem Fall geäußert. „Denkbar wäre es, dass es sich um einen Infostealer handelt, der unbemerkt im Hintergrund sensible Daten sammelt und extrahiert. Oder die App ist nur ein Vehikel, um weitere Malware auf Geräte herunterzuladen“, berichtet t3n.
Das wird empfohlen
In jedem Fall sollten Experten zufolge alle, die die App heruntergeladen haben, sie schnellstmöglich wieder deinstallieren. „Wenn ein Antivirenprogramm auf dem Smartphone verwendet wird, lohnt sich ein Scan des gesamten Geräts. Wer keines hat, kann auf Gratis-Apps von Avast oder Avira zurückgreifen“, so die Empfehlung von t3n. Und weiter: „Auch wenn diese nichts finden, sollten Logins und Passwörter, die seit dem Herunterladen der Fake-App auf dem Smartphone genutzt wurden, geändert werden. Auch danach sollten Betroffene ihre Konten im Blick behalten und auf unbefugte Zugriffe achten.“
Vorfälle dieser Art gibt es immer wieder. Erst wenige Tage zuvor war eine unechte Version des Browsers Google Chrome in die Schlagzeilen geraten. Sie hatte mehr als 100.000 Downloads erreicht.

