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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Insekten: früher verehrt, heute verteufelt – warum eigentlich?
Kultur

Insekten: früher verehrt, heute verteufelt – warum eigentlich?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. Juni 2024 12:07
Von Uta Schröder
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6 min. Lesezeit
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Das Insektensterben ist das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Dennoch stehen wir den Insekten meist reserviert gegenüber. Um das Verhältnis zu ihnen zu verbessern, haben der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) schon mehrfach zu Insektenzählungen aufgerufen – analog zu den schon etablierten Vogelzählungen. Dafür sollte man sich eine Stunde Zeit nehmen, zählen und dokumentieren, wer da in einem Umkreis von zehn Metern herumkrabbelt. Die vergangene Zählaktion ist gerade zu Ende gegangen, die nächste startet im August. Ziel ist weniger eine Kartierung des Bestands, sondern eine Bewusstseinsänderung.

Inhaltsübersicht
Insekten: Sinnbilder des GöttlichenFliegen: Tapfere SechsfüßlerMistkäfer: Der Schöpfer unter den InsektenZikaden: Sinnbild für ewiges Leben und UnsterblichkeitSchmetterlinge: Verkörperung der menschlichen SeeleMarienkäfer: Göttliches Geschenk der Jungfrau Maria?Bienen: Das meistverehrte Insekt

Insekten: Sinnbilder des Göttlichen

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Einige Insekten wurden früher hochverehrt und als Sinnbild des Göttlichen gefeiert. Die Fliege beispielsweise ist für den modernen Menschen eine lästige Plage. Nicht so bei den alten Ägyptern und in den Hochkulturen Mesopotamiens, bei den Babyloniern oder Assyrern. Sie galt als ein Unheil abwehrendes Symbol. Im alten Ägypten gab es sogar den „Orden der goldenen Fliege“ für besondere Tapferkeit.

„Wir können feststellen, dass die alten Ägypter sehr auf das Verhalten der Tiere geblickt haben und daraus eben dann Eigenschaften für diese Lebewesen und ihre Symbole entwickelt haben“, sagt die Ägyptologin Nadja Böckler, die im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst in München arbeitet.

Fliegen: Tapfere Sechsfüßler

Und dafür ist die Fliege ein gutes Beispiel: „Klar, sie ist lästig. Aber genau deshalb, weil sie so lästig ist, hat man ihr Angriffslust und Tapferkeit nachgesagt und deswegen gibt es dieses Ehrengold. Ketten mit goldenen Fliegen, die hat man vor allen Dingen im militärischen Bereich als Orden verliehen hat“, sagt Nadja Böckler.

Mistkäfer: Der Schöpfer unter den Insekten

Hochverehrt wurde im alten Ägypten auch der Skarabäus, bei uns als Mistkäfer bekannt. Er wurde fast gottgleich verehrt. Dutzende Exemplare, von kleinen Amuletten bis hin zu größeren Objekten, als Grabbeigaben sind im Ägyptischen Museum in München zu sehen. Doch warum wurde dem Mistkäfer, der sich hauptsächlich aus Exkrementen anderer Tiere ernährt, eine so große spirituelle Bedeutung zugeschrieben?

„Er rollt ja immer diese Kugel Mist vor sich her und das haben die alten Ägypter natürlich beobachtet und sie haben daraus Schlüsse gezogen: Der Käfer wurde gleichgesetzt mit dem Sonnengott. Und der weibliche Mistkäfer legt seine Eier in den Dung, der dann in ein Erdloch reinkommt. Und daraus entstehen die Larven“, erklärt Nadja Böckler. „Diesen Prozess, den haben die Ägypter nicht beobachtet. Sie haben nur gesehen: Loch, Mistkugel – und mit einem Mal kommen da viele, viele Mistkäfer heraus. Und dann war das für die Alten Ägypter einfach ein Tier, das aus sich selbst heraus entsteht. Das war dann sehr an die Schöpfung angelehnt. Und damit verbunden die Wiedergeburt.“

Zikaden: Sinnbild für ewiges Leben und Unsterblichkeit

Nicht nur im alten Ägypten, auch im alten Griechenland hatten Insekten eine besondere Stellung: Die Zikade war in der griechischen Antike Sinnbild für das ewige Leben und die Unsterblichkeit. Die Insekten dienten deshalb auch als Grabbeigaben. Die Griechen glaubten, erwachsene Zikaden würden keine Nahrung mehr zu sich nehmen und mit dem Abstreifen ihrer Larvenhaut sollen sie sich gleichzeitig von ihren physischen Bedürfnissen befreit haben, so die Vorstellung. Zikaden galten als Verkörperung der menschlichen Seele.

Schmetterlinge: Verkörperung der menschlichen Seele

Als heilig verehrt wurde auch der Schmetterling, weil er als Sinnbild der menschlichen Seele in der griechischen Mythologie galt. Das altgriechische Wort für Schmetterling war „Psyche“ und bedeutet so viel wie „Atem“, „Hauch“ oder „Seele“. Das Schlüpfen des Falters aus seiner Puppenhülle stellte die Verkörperung der menschlichen Seele dar, die den Leichnam verlässt, um die Reise ins Jenseits anzutreten. Im christlichen Glauben ist der Schmetterling ein Symbol für die Hoffnung auf Auferstehung.

Marienkäfer: Göttliches Geschenk der Jungfrau Maria?

Im Gegensatz zur Fliege und zum Mistkäfer hat der Marienkäfer heute immer noch ein recht gutes Image. Für viele gilt er noch heute als Glücksbringer. Schon im alten Indien galt er wegen seiner sieben Punkten als heilig.

Sieben schwarze Punkte, eine mystische Zahl, auf rotem Grund, der Farbe des Herzens. Die Germanen nannten den Marienkäfer „freya-fugle“, das heißt so viel wie das Vöglein der Freya, der germanischen Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit. In manchen Regionen wird der Marienkäfer heute noch „Herrgottskäfer“, „Gottesschäflein“, „Muttergotteswürmchen“ oder „Liebfrauenkäfer“ genannt. Denn als natürlicher Feind des Ungeziefers betrachteten die Bauern den Käfer als göttliches Geschenk gesendet, geschickt von der Jungfrau Maria im Marienmonat Mai.

Bienen: Das meistverehrte Insekt

Auch die Biene gilt seit jeher als Symbol für das Gute und Schöne. Im Christentum steht sie für Reinheit und Unschuld. Die Kirche schrieb vom 5. bis zum 16. Jahrhundert etwa den Gebrauch von Bienenwachskerzen beim Gottesdienst vor. Bei den alten Griechen und den Römern war sie das meistverehrte Insekt – und bei und bei den Ägyptern. Bei ihnen wurde die Biene mit dem Sonnengott Re in Verbindung gebracht, da sie jeden Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen ausschwärmt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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