Seit Februar 2023 war die Stimmung der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr so schlecht. Die aktuelle Konsumklima-Studie des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) und des Marktforschungsinstituts GfK beziffert den Konsumklima-Index mit -33,3 Punkten. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Vormonat noch einmal um über fünf Punkte verschlechtert.
Hohe Energiepreise steigern Inflation und drücken die Stimmung
Als Hauptgrund hat NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl die gestiegene Inflation ausgemacht, die im März auf 2,7 Prozent geklettert ist. Dies führe zu einem drastischen Einbruch der Einkommenserwartungen. „Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig“, so Bürkl.
Anschaffungsneigung auf Zwei-Jahres-Tief
Entsprechend ist die Anschaffungsneigung auf ein Zwei-Jahres-Tief gefallen. Die Sparneigung bleibt laut den Marktforschern trotz eines leichten Rückgangs auf einem hohen Niveau.
Der Iran-Krieg belastet zudem die Konjunkturaussichten. Der Indikator für die Konjunkturerwartungen fiel auf ein ähnliches Niveau wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs im April 2022. Laut NIM wächst bei den Verbrauchern die Sorge, dass der vorsichtige wirtschaftliche Aufschwung einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte, sollte der Konflikt andauern und die Maßnahmen der Bundesregierung keine Wirkung entfalten.

