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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Arbeit als Qualitätssicherheitsbeauftragter – Lohnt sich das?
Wirtschaft

Arbeit als Qualitätssicherheitsbeauftragter – Lohnt sich das?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 27. Oktober 2025 10:48
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die akkurate und feinfühlige Arbeit als Qualitätssicherheitsbeauftragter ist für Pascal wie gemacht. Als einziger gehörloser Mitarbeiter im Team sind seine Sinne besonders geschult. Mit bloßem Auge erkennt der 36-Jährige mittlerweile die kleinsten Fehler in der Produktion, die in kritischen Anwendungsgebieten wie der Raumfahrttechnik oder der Medizin folgenschwere Schäden anrichten können.

Inhaltsübersicht
Teamwork mit Barrieren„Hörende Firma, gehörlose Berufsschule“Die Zukunft der QualitätsinfrastrukturSo viel verdient ein IT-Systemelektroniker

Für Pascal sind die Bestandteile eines Produkts wie ein Puzzle, das er richtig zusammensetzen will. Diese Challenge macht ihm Spaß und spornt ihn bei der Arbeit an. Auch mithilfe von Röntgengeräten und Mikroskopen checkt er die Qualität der Produkte und bestätigt den Firmen, dass ihre Ware zuverlässig eingesetzt werden kann.

Teamwork mit Barrieren

Mittlerweile ist Pascal gut im Arbeitsumfeld seiner Firma angekommen, denn die Bemühungen um eine möglichst reibungslose Kommunikation zwischen Pascal und seinen „hörenden“ Kolleginnen und Kollegen, kommen von beiden Seiten. Trotz der Offenheit in Pascals Team und seiner eigenen Motivation gibt es aber auch Herausforderungen, die die Barrierefreiheit im Arbeitsalltag einschränken. So gestalten sich zum Beispiel Meetings vor Ort als schwierig, weil Dolmetscherinnen und Dolmetscher fehlen. Neue Technologien, wie z.B. automatische Untertitel bei Videocalls, funktionieren zwar teilweise – das Hauptproblem dabei ist, dass Pascal nicht einfach schnell antworten kann, sondern seine Beiträge immer erst eintippen muss.

„Hörende Firma, gehörlose Berufsschule“

Pascal hat seinen Realschulabschluss an einer Gehörlosenschule gemacht. Die Ausbildung zum IT-Systemelektroniker schloss er dann bei einer ausschließlich „hörenden“ Firma ab und besuchte begleitend eine Gehörlosen-Berufsschule in Essen. Danach erwarb er Zusatzqualifikationen zur Bürokraft und wirkte bei einem Reiseveranstalter für Gehörlose mit. In seinem derzeitigen Job bei der Firma TQ-Systems Durach im Allgäu ist Pascal als Qualitätssicherheitsbeauftragter in der Elektronikfertigung tätig.

Die Zukunft der Qualitätsinfrastruktur

Qualitätsinfrastruktur (QI) ist ein Netzwerk aus mehreren Institutionen, welche die Sicherheit und geforderten Qualitätsstandards von Produkten überprüfen. Dazu gehören die Normung, Akkreditierung, das Messwesen und Marktüberwachung. Personal wie Pascal sind ein zentraler Teil der Qualitätsgarantie.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat 2025 eine Studie (externer Link) zum Einfluss der QI auf die deutsche Wirtschaft durchgeführt. Im Ergebnis zeigt sich, dass der Ausbau von QI im Rahmen der Digitalisierung bedeutend ist. Ohne fest gefügte Qualitätsinfrastruktur würden rund acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts wegfallen, was etwa 320 Milliarden Euro entspricht. Die Weiterentwicklung und Optimierung von QI-Institutionen ist „die Grundlage für eine starke und zukunftsfähige Wirtschaft“, so Prof. Dr. Ulrich Panne, Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

So viel verdient ein IT-Systemelektroniker

Für 40 Stunden pro Woche verdient Pascal ein Grundgehalt von 3.150 Euro im Monat. Dazu kommen Leistungszuschläge, die im Juni 2024 bei 350 Euro lagen. Im Schnitt kommt er im Monat auf 3.500 Euro brutto, was 2.395 Euro netto ergibt. Im Jahr 2024 betrug sein Bruttoeinkommen 41.864 Euro. Als gelegentlicher Gebärdensprachdozent sowie durch sein Engagement als Vorstand in seinem Gehörlosenverein kommen für Pascal im Monat noch 100 Euro als Aufwandsentschädigung dazu.

Viel Geld ist für Pascal nicht das Wichtigste, sagt er. Für ihn sei die Hauptsache, dass seine Familie gemeinsam schöne Dinge erleben und auch mal in den Urlaub fahren könne: „Ein Luxusleben brauche ich nicht, ein ganz normales Leben reicht mir völlig.“

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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