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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Bischof Meier rudert bei Kritik an Israels Vorgehen zurück
Kultur

Bischof Meier rudert bei Kritik an Israels Vorgehen zurück

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 30. September 2024 07:51
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Die Sicherheit Israels sei nicht durch den Krieg und nicht allein durch militärische Lösungen zu erreichen – dies werde mehr als deutlich, sagte zunächst der Augsburger Bischof Bertram Meier in Fulda. Er ist in der Deutschen Bischofskonferenz für weltkirchliche Fragen zuständig.

Inhaltsübersicht
„Missverständlich“: Meier revidiert AussagePaderborner Erzbischof Benz: Kirche steht an Seite der Opfer

Er appellierte an die Bundesregierung, sich für einen sofortigen Waffenstillstand und die Zweistaatenlösung starkzumachen. Es brauche Dialog und Diplomatie. Nicht „koste es, was es wolle!“ sei das Gebot der Stunde, sondern ein humanitärer Waffenstillstand unter Zuhilfenahme diplomatischer Mittel.

„Missverständlich“: Meier revidiert Aussage

Meier äußerte scharfe Kritik am Vorgehen Israels. Wörtlich sagte er: „Es sind Luftanschläge, die aber durchaus auch Anklänge an terroristische Aktionen haben.“ Er wolle den von ihm verwendeten Begriff „Luftanschläge“ in diesem Sinne in der Schwebe lassen.

Diesen Vergleich revidierte er am Abend: Hintergrund der Bemerkung wären die Diskussionen darüber, „ob die technische Umrüstung von Pagern und Funkgeräten, die zu Todesfällen und Verletzungen unter Kämpfern der Hisbollah geführt haben, eine rechtlich und ethisch vertretbare militärische Aktivität darstelle. Meine Bemerkung war missverständlich, weil ich sie vor diesem Hintergrund nicht in der Breite erläutert habe. Das veranlasst mich, sie zurückzunehmen.“

Weiter wolle er nicht den Eindruck entstehen lassen, dass er den „Kampf der israelischen Armee gegen eine Organisation, die die Menschen im Norden Israels seit Monaten durch Raketenbeschuss gefährdet, verurteile.“ Über einzelne Maßnahmen dürfe und müsse jedoch gestritten werden, so Meier.

Paderborner Erzbischof Benz: Kirche steht an Seite der Opfer

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, der bei der Tagung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda Gastredner ist, sieht auch die religiösen Führer der Religionen vor Ort gefordert, mehr für den Frieden zu tun. Er vermisse bisher entsprechende Initiativen.

Der Paderborner Erzbischof Udo Bentz berichtete, dass katholische Hilfsorganisationen es schwer hätten, Spenden für die humanitäre Hilfe im Gazastreifen einzuwerben, da es viele Vorbehalte gebe. „Zum einen wird nicht deutlich und ausreichend genug in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, was derzeit direkt und konkret möglich ist. Zum anderen gibt es den Verdacht, dass Spenden dem Terror der Hamas zugutekommen würden.“ Die humanitären Hilfsorganisationen bräuchten aber dringend Unterstützung. Die Kirche stehe an der Seite der Opfer, die an den Folgen der Gewalt litten, gleich welchem Volk und welcher Religion. „Wir sind Anwalt der Würde aller Menschen, Israelis wie Palästinenser.“

 

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Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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