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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Die Küblböck-Story“: Lana Kaiser, die verkannte queere Popikone
Kultur

„Die Küblböck-Story“: Lana Kaiser, die verkannte queere Popikone

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 9. September 2025 17:47
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Lana Kaiser ist Patient Zero der deutschen Reality-TV-Maschine. Als Kandidat bei DSDS – damals kannte man sie als Daniel Küblböck – hat sie für die Sichtbarkeit extravaganter Charaktere gesorgt, bevor Visibility ein Schlagwort war. Vor sieben Jahren, am 9. September 2018, verschwand sie von einem Kreuzfahrtschiff in der Labradorsee. Der BR hat eine dreiteilige Dokuserie veröffentlicht, die der Frage nachgeht: Wer war Lana Kaiser und wer wäre sie heute?

Inhaltsübersicht
Der Aufstieg einer queeren PopikoneZwischen „Faniels“ und HaternComing-out und VerschwindenLana Kaiser: Auch eine Weg-Ebnerin für queere Stars

Der Aufstieg einer queeren Popikone

Der Name „Küblböck“ weckt bei Menschen Ü40 Erinnerungen an die Casting-Shows der Nullerjahre und an eine Person, die dabei herausgestochen ist: mit ihrer unverwechselbaren Stimme, die in der Jury und beim Publikum durchaus für Kontroversen sorgte. Ein Mensch, der sich wenig um Konventionen scherte und durch seine extrovertierte, quirlige, lebensfrohe Art Aufmerksamkeit und Herzen gewonnen hat. Lana Kaiser war eine der schillerndsten Figuren der deutschen Popkultur Anfang der 2000er Jahre, die sogar einen Nummer-1-Hit landen konnte.

Schnell nahmen die Medien auch Lana Kaisers Privatleben unter die Lupe und überschritten eindeutig Grenzen in der Berichterstattung über die damals knapp 18-Jährige. Spekulationen über ihre sexuelle Orientierung wurden laut, Witze über ihre vermeintliche Homosexualität gemacht – zu einer Zeit, in der international nur heteronormative Stereotype bedient wurden und alles andere als „schräg“ tituliert und wahrgenommen wurde.

Zwischen „Faniels“ und Hatern

Lana Kaiser hat polarisiert: Da gab es die „Faniels“, eine Wortschöpfung aus „Fan“ und „Daniel“, aber auch zahllose Hater in Internetforen und später in den aufkommenden sozialen Medien. „Menschen lieben es, zu hassen. Dabei geht es gar nicht unbedingt darum, dass die Person, die gehasst wird, auch was falsch machen muss. Sondern es verbindet, ein gemeinsames Feindbild zu erschaffen. (…)“, meint Entertainer Riccardo Simonetti.

Lana Kaiser wirkte dennoch, zumindest nach außen, unangreifbar – auch wenn sie innerlich unter den vielen Anfeindungen gelitten haben muss, glauben Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen von damals. Plumpen Fragen nach der sexuellen Identität wich sie elegant aus: „Ich fühle mich nicht männlich, ich fühle mich nicht weiblich, ich fühle mich gut“, stellte sie in einer Talkshow klar.

Coming-out und Verschwinden

Nach dem ersten DSDS-Jahr wurde es allmählich ruhiger um Lana Kaiser. Sie versuchte, musikalisch weiterhin Erfolg zu haben. Nahm am „Dschungelcamp“ teil. Drehte einen Film, der floppte. Doch sie gab nicht auf, nahm Gesangsunterricht, entwickelte sich weiter. Sie investierte in Solarstrom und wurde zur Millionärin. Ließ sich eines Tages adoptieren und lebte, damals noch als gelesener Mann, auf Mallorca mit ihrem Partner.

Dann kamen vermehrt Gerüchte auf, die sich auf ein zusehend feminines Äußeres, auf Aussagen und Gerüchte in Social Media bezogen. Auf Social Media machte sie sich schließlich unter dem Namen Lana Kaiser als trans Frau sichtbar. Zu einer Kreuzfahrt in die USA im Herbst 2018 checkte sie bereits unter diesem Namen ein– und verschwand wenige Tage später vom Schiff. Die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie eine Person von Bord sprang. Seitdem wird spekuliert, was in dieser Nacht geschah. Ob Lana Kaiser möglicherweise vielleicht doch noch am Leben sei, auch wenn sie im Jahr 2021 offiziell für tot erklärt wurde.

Lana Kaiser: Auch eine Weg-Ebnerin für queere Stars

Würde Lana Kaiser heute, im Jahr 2025, berühmt werden, wäre die öffentliche Wahrnehmung vermutlich eine andere. Fragen nach oder gar Witze über ihre sexuelle Identität hätten heute wohl keinen Raum mehr. Queere Lebensweisen sind inzwischen kein Aufreger mehr. Die ARD-Dokuserie „Die Küblböck-Story – Eure Lana Kaiser“ ist nicht nur ein Portrait über eine schillernde Persönlichkeit, sondern auch eine Einladung, über gesellschaftliche Veränderungen zu reflektieren: Wie weit sind wir schon gekommen? Und wie weit haben wir noch zu gehen, um eine wirklich inklusive, tolerante und offene Welt zu schaffen?

Lana Kaiser war viel mehr als das Klischeebild, das von ihr gezeichnet wurde. Als Person, die sich nie an gesellschaftliche Normen anpassen wollte, hat sie vielleicht den Weg bereitet für spätere queere Celebrities wie Bill Kaulitz, Conchita Wurst oder Riccardo Simonetti. „Wenn es eine queere Ikone gibt, dann ist es Daniel!“, ist sich Dragqueen Olivia Jones sicher.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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