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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Herbert Grönemeyer: Der Pop-Poet in der Olympiahalle
Kultur

Herbert Grönemeyer: Der Pop-Poet in der Olympiahalle

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 14. Februar 2026 11:48
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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„Lass das mit dem Singen. Das klingt furchtbar“, soll seine Oma mal zu ihm gesagt haben. Doch seine Stimme macht Herbert Grönemeyer berühmt: rau, aber auch verletzlich und vor allem – kräftig! Auch mit 69 Jahren hat er noch Stimmbänder wie Stahlseile. Und die kommen auf seinem neuen Album voll zur Geltung.

Inhaltsübersicht
Wortwörtlich „mittendrin“Kultstatus in der Gen ZGrönemeyer als „Volkes Stimme“

Im Oktober 2025 erschien „Von allem anders“ (externer Link), ein Unplugged-Album mit akustischen Instrumenten und dem Berliner Rundfunkchor, auch andere Künstler wie etwa Lea oder Peter Fox treten auf. „Von allem anders“ ist nicht Grönemeyers erstes Akustik-Album: Schon vor 30 Jahre nahm er ein MTV Unplugged auf. Neu ist allerdings die Zusammenarbeit mit einem Chor. Laut Grönemeyer ist es das erste Unplugged-Album mit Chor überhaupt (externer Link) – was nicht ganz stimmt, denn auch Udo Lindenberg, Die Fantastischen Vier oder The Corrs arbeiteten auf ihren Unplugged-Alben mit Chören.

Wortwörtlich „mittendrin“

Parallel zum Album startete Grönemeyer im September die Tour „Mittendrin – akustisch“. Mittendrin ist wortwörtlich zu verstehen: Gespielt wird auf einer Mittelbühne, das Publikum sitzt und steht rundum. Begleitet wird Grönemeyer während dieser Tour – also auch beim kommenden Konzert in der Münchner Olympiahalle (externer Link) – von einem 20-köpfigen Frauen- und Männerchor, einem Orchester mit Streichern und seiner Band.

Von abgespeckten Versionen seiner Songs kann also keine Rede sein. Trotzdem bietet der Verzicht auf elektrische Verstärkung die Möglichkeit, sich dem Kern der Lieder ganz neu zu nähern. 23 Stücke wurden neu arrangiert, darunter Klassiker wie „Mensch“ und „Mut“, aber auch „Demo (Letzter Tag)“, „Zeit, dass sich was dreht“, „Doppelherz / İkı Gönlüm“ und sein neues Liebeslied „Flieg“.

Kultstatus in der Gen Z

Das Konzert in der Münchner Olympiahalle am Samstag ist bereits ausverkauft, auch für die folgenden Auftritte in Zürich, Dortmund und Wien gibt es kaum noch Karten. Grönemeyers Erfolg ist auch nach fast vier Jahrzehnten auf der Bühne ungebrochen. Seit seinem Durchbruch 1984 prägt er mit Hits wie „Männer“, „Bochum“, „Mensch“, „Alkohol“ oder „Flugzeuge im Bauch“ die deutschsprachige Popkultur.

Auch der jüngeren Generation ist Grönemeyer bekannt: 2023 interpretierte der Rapper Soho Bani Grönemeyers Fußball-Hymne „Zeit, dass sich was dreht“ von 2006 neu und mit jungen Künstlerinnen und Künstlern wie Céline (Dorka) oder Dilla nahm Grönemeyer neue Versionen seiner Klassiker auf. Innerhalb der Gen Z genießt er seither Kultstatus.

Grönemeyer als „Volkes Stimme“

Das sieht man auch auf seinen Konzerten: Immer wieder tauchen im Publikum Teenager und Twentysomethings auf, meist als Vater-Sohn- oder Mutter-Tochter-Gespann. Auch für seine klare Haltung gegen Rechtsextremismus wird Grönemeyer geschätzt, er engagiert sich für Umweltschutz, gegen Armut und gegen unfaire Bezahlung von Musikerinnen und Musikern. Zuletzt hat sich der Sänger auch auf der Bühne immer wieder politisch geäußert. Für 2027 hat Herbert Grönemeyer weitere Konzerte angekündigt, der Vorverkauf läuft bereits.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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