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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Jobs in Sibirien“: Muss Putin Rückkehr der Veteranen fürchten?
Kultur

„Jobs in Sibirien“: Muss Putin Rückkehr der Veteranen fürchten?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 11. September 2025 09:51
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Was passiert, wenn ehemalige russische Soldaten aus ihrem Kriegseinsatz zurück in ihre Dörfer und Städte kommen? „Wenn solche Menschen in ihre Heimat zurückkehren, ist ein Zusammenstoß mit der Realität – Armut, Perspektivlosigkeit, soziale Verwundbarkeit – unvermeidlich. Dann riskiert der Staat, sich eine ganze Schicht enttäuschter, aggressiver, bewaffneter und suizidgefährdeter Männer einzuhandeln, die sich selbst ihre Chance suchen“, befürchtet ein russischer Polit-Blogger [externer Link]. Es drohe eine „Welle der Gewalt“, prognostiziert der Blogger, und eine Explosion der Kriminalität wie nach dem Afghanistankrieg.

Inhaltsübersicht
„Kann Zwietracht verstärken“„Viele werden Sibirier werden“

Grund für diese Analyse: Die britische Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf „drei Quellen aus dem Umfeld des Kremls“ berichtet [externer Link], dass die Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Veteranen „bis ganz nach oben“ reichten: Präsident Wladimir Putin sieht demnach in der Aussicht auf eine massenhafte Rückkehr von Armeeangehörigen „ein potenzielles Risiko, das er sorgfältig steuern will, um eine Destabilisierung der Gesellschaft und des von ihm aufgebauten politischen Systems zu vermeiden.“

„Kann Zwietracht verstärken“

Rund 1,5 Millionen russische Männer und Frauen haben nach Angaben des britischen Experten Mark Galeotti bis Anfang des Jahres am Kriegsgeschehen teilgenommen, so Reuters. Ein Gewährsmann aus dem Kreml wird mit den Worten zitiert: „Viele derjenigen, die ins Zivilleben zurückkehren, werden nie wieder annähernd so hohe Gehälter verdienen wie heute, was zu Unzufriedenheit führen wird.“

Eine ähnliche Bestandsaufnahme wie Reuters hatte das exilrussische Portal „The Insider“ bereits im vergangenen April vorgelegt [externer Link]: „Die Wahrscheinlichkeit, dass die von der Front zurückgekehrten Menschen im modernen Russland zu einer verlorenen Generation werden, ist hoch.“

Der Kreml stehe vor einem Dilemma: „Da weder die staatlichen Unternehmen noch der öffentliche Dienst über genügend offene Stellen verfügen, um alle Ex-Soldaten zu beschäftigen, besteht die einzige Möglichkeit, sie zu unterstützen, darin, ihnen verschiedene Vergünstigungen zu gewähren. Das kann jedoch die Zwietracht zwischen Militär und Zivilisten nur noch verstärken.“

„Viele werden Sibirier werden“

Angesichts dieser Risiken meldete sich der russische Politologe und Propagandist Sergej Karaganow zu Wort, der sich mit seiner Nähe zu Putin brüstet. Er schrieb in einem Zeitungsartikel [externer Link]: „Die Kämpfer, die aus dem Krieg mit dem Westen in der Ukraine zurückkehren, sollten nicht nur die Führungsschicht auffüllen, sondern auch vielversprechende, hochqualifizierte und gut bezahlte Jobs beim Aufbau neuer Infrastruktur in Sibirien bekommen. Viele von ihnen werden dort bleiben und Sibirier werden, wie es beim Bau der Transsibirischen Eisenbahn und der Baikal-Amur-Magistrale der Fall war.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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