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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Moskau hat es nicht eilig“: Warum hilft Putin dem Iran nicht?
Kultur

„Moskau hat es nicht eilig“: Warum hilft Putin dem Iran nicht?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 23. Juni 2025 17:48
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Politologe Konstantin Kalaschew zweifelt dagegen am Durchhaltewillen der Iraner [externer Link]: „Aus irgendeinem Grund ist es der iranischen herrschenden Elite bisher nicht gelungen, den Willen und die Einheit von Millionen Menschen deutlich zu demonstrieren. Man kann nicht anders, als an die Unbeliebtheit des Regimes zu glauben.“

Inhaltsübersicht
„Mittel für Evakuierung von Irans Führung“„Lokomotive holt immer auf“

„Mittel für Evakuierung von Irans Führung“

Das sarkastische Fazit eines weiteren russischen Bloggers [externer Link]: „Moskau hat es nicht eilig, Teheran mit Waffen, einschließlich Luftabwehrsystemen, zu unterstützen (es hat selbst nicht genügend). Es verspricht jedoch, im Falle einer drastischen Verschlechterung der Lage Mittel für die Evakuierung der obersten Führung des Irans bereitzustellen (allerdings kaum kostenlos).“

Die kremltreue Polit-Bloggerin Elena Panina argumentierte verquer [externer Link], Teheran lasse es an Entschlossenheit fehlen und erhalte deshalb keine Unterstützung von „Verbündeten“ wie Russland und China: „Sollte Teheran unter Drohungen den Weg der ‚Kompromisse‘ beschreiten, also seine bisherigen Positionen stillschweigend aufgeben, wird es um Hilfsleistungen schlecht aussehen. Man kann nicht iranischer sein als die Iraner selbst – das ist der springende Punkt der aktuellen Lage.“

„Lokomotive holt immer auf“

Teheran habe derzeit „im Grunde genommen keine guten Optionen mehr – nur schlechte und sehr schlechte“, so Michael Rostowski, der Chefkommentator der auflagenstarken „Moskowski Komsomolez“ [externer Link]: „Jeder wirksame, nicht nur dekorative Versuch des Iran, ‚vollständige Rache zu nehmen‘, wird in erster Linie die Probleme der Teheraner Machthaber selbst verschärfen.“

Die Chefin von Putins Propagandasender RT („Russia Today“), Margarita Simonjan, lenkte die Aufmerksamkeit vom Iran auf Moskau und verwies darauf [externer Link], dass der berüchtigte Geheimdienstchef von Stalin, Lawrenti Beria, Russland das Wissen zum Bau von Atombomben beschafft habe: „Wenn man mit Erstaunen betrachtet, was in der Welt passiert, kann man nicht anders, als Beria zu danken. Ohne die Bombe würden wir jetzt eine Krisensitzung der UN einberufen und wüssten im Allgemeinen nicht, was wir als Nächstes tun sollen. Das macht einen ganz klaren Unterschied aus.“

Darüber spottete Politologe Andrei Kalitin [externer Link]: „Selbst in der UdSSR kam niemand auf die Idee, sich bei Beria zu bedanken. Wer das jetzt sagt, versteht das Wichtigste nicht: Es ist gefährlich, der Lokomotive vorauszueilen. Die Lokomotive holt immer auf.“

Der im Ausland lebende Politologe und ehemalige Kreml-Redenschreiber Abbas Galljamow reagierte ähnlich ironisch [externer Link]: „Simonjan gab zu, dass sie und Putin in 25 Jahren nichts Ernsthaftes geschaffen haben. Alles, was sie erreicht haben, verdanken sie offenbar dem Erbe von Beria.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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