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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Stilles Lesen in Gemeinschaft – „Silent Reading“ liegt im Trend
Kultur

Stilles Lesen in Gemeinschaft – „Silent Reading“ liegt im Trend

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 9. November 2024 10:49
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Ungefähr einmal im Monat öffnet die Stadtbücherei Forchheim abends ihre Türen zum sogenannten „Silent Reading“. Der Trend schwappt gerade aus New York auch nach Deutschland. Man trifft sich zum gemeinsamen Lesen – aber doch jeder für sich. In die Forchheimer Bücherei sind dafür an diesem Donnerstagabend ein halbes Dutzend Menschen gekommen. Sie verteilen sich auf die Sessel, den Teppich oder die mit Teelichtern und Blumen dekorierten Tische. Es ist absolut still, bis auf das gelegentliche Umblättern von Seiten. Aber warum lesen die Besucher nicht einfach zu Hause?

Inhaltsübersicht
Viel Ablenkung zu HauseÖffnungszeit am AbendVon Fantasy bis Katzensagen

Viel Ablenkung zu Hause

„Zu Hause sind so viele andere Sachen, die statt dem Lesen gemacht werden können und müssen“, erklärt Isabell, „da sagt man sich, dann lese ich eben später oder wenn ich damit fertig bin. Und abends ist man dann doch zu fertig, da schaue ich eher mal einen Film oder eine Serie.“ Ganz ähnlich beschreibt es Sabine: „Im Alltag ist man doch so eingespannt, sei es durch die Family, sei es durch die Wäsche, da hat man einfach nicht die Ruhe dazu. Ich finde das sehr cool, hier einfach mal abzuschalten und ganz beim Buch oder der Zeitschrift zu sein.“

Öffnungszeit am Abend

Für manche ist auch der Besuch der Bücherei außerhalb der regulären Öffnungszeiten besonders reizvoll. Das „Silent Reading“ findet von 19 bis 21 Uhr statt, einerseits, damit es auch wirklich ruhig ist, andererseits, um ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Genau darum ist Carol gekommen, sagt sie: „Ich habe es in der Zeitung gelesen und habe mir gedacht, wenn sie abends mal geöffnet haben, schaue ich vorbei und nehme mir die Zeit.“ Eine Ausleihe ist an den Abenden nicht möglich, aber natürlich steht die gesamte Auswahl der Bibliothek den Besuchern zur Verfügung, oder sie können sich auch Lesestoff von zu Hause mitbringen.

Von Fantasy bis Katzensagen

Was die heute ausschließlich weiblichen Besucherinnen lesen, ist ganz unterschiedlich, von Katzensagen bis hin zu Fantasy. Manche durchstöbern einfach das Angebot der Bibliothek oder haben sich eine Fachzeitschrift von zu Hause mitgebracht. Bisher wird das Angebot in Forchheim noch nicht so stark angenommen, wie erhofft, erklärt Büchereimitarbeiterin Simone Lahn: „Aber es sind zum 2. Termin schon mehr gekommen als zum ersten, das ist natürlich sehr erfreulich und wir hoffen, dass es mit der Zeit immer mehr zunimmt, sich rumspricht und wir dann auch wirklich eine regelmäßige Veranstaltung machen können.“ Das nächste „Silent Reading“ in der Stadtbücherei Forchheim findet am 21. November 2024 von 19 bis 21 Uhr statt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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