Ein langes Gespräch führen
Wer die Limits und Chancen der KI gut verstehen will, muss auch etwas tiefer gehen – am besten mit einem Gespräch über ein tiefgreifendes Thema: ein philosophisches Problem, eine Kindheitserinnerung, Spekulationen über die Zukunft. Das zeigt, wie täuschend menschlich die Antworten der KI manchmal sind.
Gerade deshalb ist es aber sinnvoll, sich beim Versuch des tiefgreifenden Gesprächs bewusst zu sein, dass man hier mit einem Roboter redet. Im Internet zirkuliert seit einiger Zeit der Begriff der „KI-Psychose“ – ein Sammelbegriff für Berichte von Menschen, die psychisch ohnehin angeschlagen waren und durch lange Chatbot-Gespräche tiefer in eigene Gedankenschleifen rutschten.
Eine eigene Webseite bauen lassen
Ohne Programmierkenntnisse eine eigene Website bauen? Das war vor kurzem noch völlig unmöglich. Jetzt kann die KI das für einen übernehmen. Eine hübsche HTML-Datei zu bauen, die man dann direkt in den Browser laden kann, ist eine einfache Aufgabe für die KI – aber beeindruckend für jeden Nutzer, der das noch nie erlebt hat. Hier kann man ruhig kreativ werden: eine Webseite für das eigene Haustier, ein Videospiel zum letzten Familienurlaub, ein interaktives Quiz für die Verwandtschaft. Natürlich braucht man für komplexe Software immer noch Fachkenntnisse. Aber man kommt auch als Laie weiter, als man denkt.
Die KI gezielt scheitern lassen
Genauso lehrreich wie die Stärken der KI sind ihre Schwächen. Am besten zeigen sie sich, wenn man sich als Nutzer gut in etwas auskennt. Ein spaßiger und lehrreicher Test ist deshalb, die KI bewusst zum Scheitern zu bringen – sie „halluziniert“ dann Informationen, die richtig klingen, aber eigentlich falsch sind. Besonders lokales Wissen über die eigene Nachbarschaft, Fragen zu wenig bekannten Personen oder rund um ein nischiges Hobby bringen die Tools an ihre Grenzen.
Eine Bezahlversion ausprobieren
Spätestens hier kommt das Thema Geld ins Spiel. Die kostenlosen Varianten der großen Anbieter laufen meist auf einfachen Basismodellen. Für rund 20 Euro im Monat gibt es bei OpenAI, Google, Anthropic oder dem französischen Anbieter Mistral Zugriff auf sogenannte Reasoning-Modelle. Diese legen vor der Antwort einen zusätzlichen Rechenschritt ein und werden dadurch deutlich verlässlicher. Dazu kommen meist eine ausführlichere Websuche, höhere Bild- und Datei-Limits und das Anbinden weiterer Programme. Ein Probemonat reicht oft, um zu prüfen, ob das Geld gut investiert ist.
Die KI mit anderen Programmen verbinden
Lange Zeit war die KI ein Werkzeug für sich allein. Jetzt lässt sie sich auch mit anderen Apps koppeln: Etwa dem Kalender oder einer Notizenapp. Damit eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Beim Datenschutz ist allerdings Vorsicht angebracht. Mit dem Zugriff auf Postfach, Kalender oder Drive bekommt die KI auch sensible Daten zu sehen. Im Zweifel hilft ein eigenes Konto, das man nur für die KI-Integration anlegt.

