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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Kopf gegen Computer: Warum KIs anders „denken“
Netzwelt

Kopf gegen Computer: Warum KIs anders „denken“

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 30. Januar 2025 09:47
Von Benjamin Lehmann
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2 min. Lesezeit
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KIs sind teurer als Menschen – noch

Besonders deutlich werden die Unterschiede bei einfachen Aufgaben wie dem Zählen von Buchstaben oder dem systematischen Erkennen von Mustern. Während Menschen schnell das grundlegende Prinzip einer Aufgabe erfassen und dann übertragen können, brauchen KI-Systeme viel mehr Rechenpower für die gleiche Leistung. Ein Beispiel ist der ARC-AGI Test, ein visueller Logiktest: Menschen verstehen nach wenigen Beispielen die Regeln und können sie anwenden. OpenAIs neuestes KI-Model O3 löst den Test zwar auch – braucht dafür aber tausende Dollar an Rechenleistung. Dennoch werden die Modelle immer billiger und effizienter, wie zum Beispiel das neue R1-Modell der chinesischen KI-Firma DeepSeek.

Inhaltsübersicht
KIs sind teurer als Menschen – nochRevolution im Labor: Wenn echte Gehirnzellen am Computer arbeitenZeit der Hybriden: Hilft Bio-KI gegen Computerschwächen?

Revolution im Labor: Wenn echte Gehirnzellen am Computer arbeiten

Ein ganz anderer Ansatz kommt aus Australien: Das Start-Up Cortical Labs züchtet menschliche Gehirnzellen in Petrischalen und verbindet sie mit Computersystemen. „Die Wahrheit ist, dass man ein Gehirn nicht digital simulieren kann. Die Komplexität ist zu hoch, es ist rechnerisch unmöglich“, erklärt Brett Kagan, Chefwissenschaftler von Cortical Labs. „Da es nicht möglich ist, ein Gehirn mit etwas anderem als biologischen Neuronen nachzubilden, nutzen wir eben biologische Neuronen.“ Das „Dishbrain“ genannte Hybrid-System – im Grunde Neuronen in einer Petrischale, die mit einem Computer verknüpft sind – könne bereits einfache Computerspiele wie Pong spielen.

Zeit der Hybriden: Hilft Bio-KI gegen Computerschwächen?

Die Vision von Cortical Labs geht weit über Computerspiele hinaus: Langfristig sollen die Bio-KI-Systeme die Vorteile beider Welten vereinen. „Wenn es funktioniert, können wir menschliche Intelligenz als Service anbieten“, sagt Kagan in der aktuellen Folge des KI-Podcasts von BR24 und SWR. Die Systeme könnten dann die systematische Problemlösungsfähigkeit des menschlichen Gehirns mit der Schnelligkeit von Computern verbinden. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg – aber die ersten Schritte zur Verschmelzung von biologischer und künstlicher Intelligenz sind gemacht.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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