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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > ADAC Pannenbilanz – warum Autos immer länger fahren
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ADAC Pannenbilanz – warum Autos immer länger fahren

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 10. März 2026 10:47
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Im Schnitt hat die Pannenhilfe des ADAC 2025 alle neun Sekunden einen Notruf reinbekommen. Vor zehn Jahren waren es noch vier Millionen Einsätze, teilt der Automobilclub mit, also rund alle acht Sekunden ein Einsatz. Und das, obwohl heute mehr und insgesamt auch ältere Autos auf den Straßen sind als damals – und obwohl der ADAC heute mehr Mitglieder hat.

Inhaltsübersicht
Die häufigsten Gründe für PannenImmer mehr rufen die Hilfe digitalAutos werden zuverlässigerDurchschnittsalter der Autos steigt und steigt

Die häufigsten Gründe für Pannen

An den Ursachen für eine Panne hat sich nichts geändert. Seit Jahren ist der häufigste Grund, warum Autos nicht mehr fahren wollen, eine defekte Starterbatterie. In knapp der Hälfte (45,4 Prozent) aller Fälle ist laut ADAC das die Ursache, übrigens auch bei den liegengebliebenen Elektroautos. Gerade kaltes Wetter macht den Batterien zu schaffen. So ist es nicht groß verwunderlich, dass vor allem im Winter die Pannenhelfer gefragt waren. Stärkster Pannenmonat war demnach der Januar mit rund 357.000 Einsätzen.

An zweiter Stelle kommen Defekte im Motormanagement oder bei der Einspritzung, der Zündung und der Sensorik. In Bayern gab es übrigens im vergangenen Jahr insgesamt knapp 487.00 Einsätze, rund 3.000 mehr als im Vorjahr. Bayern zählte damit erneut zu den einsatzreichsten Regionen in der Pannenhilfe-Bilanz.

Immer mehr rufen die Hilfe digital

Gerade an Spitzentagen, wenn die Notrufnummern des ADAC ausgelastet sind und man länger in der Warteschleife hängt, setzen Betroffene einen Notruf online ab. So ist der Anteil der per App oder Web-App gemeldeten Pannen im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent gestiegen, auf knapp 700.000. Um eine Panne oder einen Unfall zu melden, muss man persönliche Daten angeben, sowie seinen Standort und den Grund der Meldung. Wer die ADAC-App nutzen will, muss sie natürlich vorher herunterladen.

Autos werden zuverlässiger

Die gute Nachricht ist: Zwar ging im vergangenen Jahr im Schnitt alle neun Sekunden ein Notruf bei dem Automobilclub ein. Allerdings gab es zwischen 2010 und 2020 jedes Jahr deutlich mehr Pannen – und das, obwohl der ADAC in dieser Zeit weit weniger Mitglieder hatte als heute. Waren es 2015 knapp 19,2 Millionen, sind es mittlerweile mehr als 22 Millionen.

Zudem gab es vor zehn Jahren auch weniger Fahrzeuge. So waren laut Kraftfahrtbundesamt 2015 hierzulande 44,4 Millionen Pkw angemeldet, im vergangenen Jahr waren es rund 50 Millionen. Das heißt, es gab im vergangenen Jahr weniger Pannen, obwohl der Fahrzeugbestand weiter gewachsen ist und die Pkw zudem immer älter werden.

Durchschnittsalter der Autos steigt und steigt

Das durchschnittliche Alter der Fahrzeuge hierzulande liegt mittlerweile bei 10,6 Jahren, auf jedes Neufahrzeug kommt entsprechend rein statistisch gesehen ein Auto, das seit mehr als 21 Jahren auf unseren Straßen unterwegs ist. Die Pkw sind in der Vergangenheit also nicht nur deutlich teurer und sicherer geworden, dank zahlreicher Assistenzsysteme, sondern offensichtlich auch zuverlässiger.

Dass die Fahrzeuge immer älter werden, hat mehrere Gründe. Zum einen hat es mit der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage hierzulande zu tun. Bei konjunkturellen Krisen werden teure Anschaffungen wie Autos gerne nach hinten geschoben, das zeigen auch die mauen Zulassungszahlen (externer Link).

Zudem sorgt sicherlich der schleppende Wandel bei der Elektromobilität für eine anhaltende Zurückhaltung. Der Autoexperte Stefan Bratzel verweist zudem auf die gestiegene Langlebigkeit. Die größte Veränderung in den vergangenen Jahren sei gewesen, dass die Fahrzeuge nicht mehr wegrosteten, erklärte er BR24.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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