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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Arbeiter ausgebeutet? Ermittlungen gegen Armani und Dior
Wirtschaft

Arbeiter ausgebeutet? Ermittlungen gegen Armani und Dior

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 18. Juli 2024 07:52
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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In Italien sind Tausende kleiner Hersteller angesiedelt, die für bekannte Modemarken Kleidung und Accessoires herstellen. Gegen die Luxusmodehersteller Dior und Armani haben nun die Wettbewerbshüter Ermittlungen eingeleitet. Im Fokus stehen die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern. Der zentrale Vorwurf: Die beiden Marken werben für ihre Produkte mit ethischen und sozialen Leitlinien, die sie aber bei der Herstellung nicht einhalten.

Inhaltsübersicht
Beschäftigte bei Zulieferern ausgebeutet?Armani nennt Vorwürfe unbegründet

Beschäftigte bei Zulieferern ausgebeutet?

Armani und Dior legten großen Wert auf Qualität und Handwerk, bei einigen Artikeln und Accessoires hätten sie aber mutmaßlich auf Ateliers und Fabriken zurückgegriffen, in denen die Beschäftigten unterbezahlt gewesen seien, teilte die Wettbewerbsbehörde AGCM mit. Außerdem hätten die Menschen dort „mehr Stunden gearbeitet als gesetzlich erlaubt“ und die Sicherheitsvorkehrungen sowie der Gesundheitsschutz seien nicht ausreichend gewesen. Das stehe „ganz im Gegensatz“ zu der Luxusausfertigung, mit der sich die Hersteller rühmten.

Armani nennt Vorwürfe unbegründet

Bereits am Dienstag hatten Beamte der Behörde mit der Finanzpolizei Geschäftsräume durchsucht. Die Armani-Gruppe versicherte in einer Reaktion, „vollumfänglich mit den Behörden zu kooperieren“ und zeigte sich zugleich überzeugt, dass die Ermittlungen zu einem positiven Ergebnis führen werden. „Die Vorwürfe sind unbegründet“, hieß es. Dior reagierte auf Anfrage zunächst nicht.

Die Lieferketten der Luxusmodehändler waren zuvor schon im Visier der Behörden in Italien. In den vergangenen Monaten waren deshalb bereits Ableger von Armani und Dior teils unter juristische Aufsicht gestellt worden. Armani hatte 2022 einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro gemacht, Modeschöpfer und Unternehmer Giorgio Armani feierte vor kurzem seinen 90. Geburtstag. Dior wiederum gehört zum französischen Luxustycoon LVMH, dem Branchenführer der Luxusgüterindustrie.

Mit Informationen von AFP

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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