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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Bayerns Industrie: In welchen Regionen sie am wichtigsten ist
Wirtschaft

Bayerns Industrie: In welchen Regionen sie am wichtigsten ist

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 16. September 2025 16:54
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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In keinem anderen bayerischen Regierungsbezirk spielt die Industrie eine so große Rolle wie in der Oberpfalz. Dort steht sie für 23,2 Prozent der Arbeitsplätze und 30,4 Prozent der Wertschöpfung, wie eine Studie von Prognos im Auftrag der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft zeigt. Am anderen Ende der Skala steht Oberbayern. Dort sitzen zwar große Industriekonzerne, doch der Anteil der Branche an den Arbeitsplätzen liegt nur bei 13,9 Prozent und an der Wertschöpfung bei 21,5 Prozent.

Inhaltsübersicht
Sinkender Industrie-Anteil: Niederbayern stark betroffenVerband schlägt AlarmForderung: Standortfaktoren verbessern

In allen sieben Regierungsbezirken Bayerns sind die Anteile der Industrie von 2014 bis 2024 demnach gesunken. Etwa bayernweit bei der Wertschöpfung von 27 auf 23 Prozent. Dennoch sind der Erhebung zufolge weiter gut 1,5 Millionen Arbeitsplätze in Bayern direkt in der Industrie, 450.000 weitere Jobs seien direkt von ihr abhängig. 

Sinkender Industrie-Anteil: Niederbayern stark betroffen

Die Verschiebung verläuft dabei keineswegs gleichmäßig. So ist der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung in Niederbayern von 2014 bis 2024 besonders stark gesunken – um 6 Punkte auf 25,3 Prozent. In Oberbayern und der Oberpfalz gingen dagegen nur 2,6 Prozentpunkte verloren, in Schwaben nur 3,2, in Unter- und Mittelfranken 3,7 und in Oberfranken 4,2 Prozentpunkte.

Bei der Beschäftigung sinken die Anteile durchwegs langsamer. Am schwächsten in Oberbayern mit 1,5 Prozentpunkten und Schwaben mit 1,9, am stärksten in Unterfranken mit 3,8 Punkten und Niederbayern mit 3,4.

Verband schlägt Alarm

Die branchenübergreifende Interessenvertretung der bayerischen Wirtschaft „vbw“ sieht die Entwicklung kritisch. Bayern sei Industrieland, betont man dort. Doch Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt warnt: „Die schleichende Deindustrialisierung bedroht unsere erfolgreiche Wirtschaftsstruktur und damit unseren Wohlstand.“

Dabei gehe es sowohl um die direkten als auch indirekten Auswirkungen. Verlagerungen von Produktionsstätten treffe daher nicht nur die Industrie schwer, sondern auch viele weitere Branchen im Dienstleistungssektor. „Hinzu kommt der Verlust von Know-how und eine geringere Standortattraktivität“, sagt Brossardt. 

Forderung: Standortfaktoren verbessern

Als Gegenmaßnahmen empfiehlt Brossardt bekannte Forderungen seines Verbands: „Niedrigere Arbeits- und Energiekosten, sinkende Steuern sowie ein entschiedener Bürokratieabbau sind die zentralen Stellschrauben.“

Mit Informationen von dpa

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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