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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Bus, Tram, U-Bahn: Warnstreik im ÖPNV am Montag angekündigt
Wirtschaft

Bus, Tram, U-Bahn: Warnstreik im ÖPNV am Montag angekündigt

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 2. Februar 2026 08:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Dass es zu Warnstreiks kommt, hatte Verdi nach dem letzten Treffen am Verhandlungstisch schon angekündigt. Jetzt steht der Termin: Am 2. Februar, also kommenden Montag, wird es bundesweit zu Aktionen im ÖPNV kommen.

Inhaltsübersicht
Streik-Auswirkungen werden in Bayern spürbar seinKultusministerium: Trotz Streik keine Sonderregel für SchulenVerhärtete Fronten im Tarifstreit

Streik-Auswirkungen werden in Bayern spürbar sein

Betroffen in Bayern sind die Kommunen, für die der entsprechende Tarifvertrag Nahverkehr (TVN) gilt. Vor allem in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt rechnet die Gewerkschaft mit erheblichen Auswirkungen.

Busse bleiben im Depot, Straßenbahnen fahren nicht, die U-Bahn steht auf dem Abstellgleis – und die Fahrgäste warten vergeblich. In München oder Nürnberg wurde allerdings mit dem Warnstreik bereits gerechnet und die Städte haben sich darauf vorbereitet.

In der Früh dürfte trotzdem aber nur wenig rollen. Ob denn tagsüber wieder etwas geht, hängt auch von der Streikbereitschaft der Beschäftigten ab. Allerdings gibt es in vielen Städten auch Buslinien, die im Auftrag der Kommune von privaten Betreibern bedient werden. Das gilt auch für einige Schulbusse oder Regionallinien, die vom Land aus in die Städte fahren. Auch die S-Bahn ist nicht betroffen. Die gehört zur Deutschen Bahn.

Kultusministerium: Trotz Streik keine Sonderregel für Schulen

Für die Schulen in Bayern sind trotz des angekündigten Streiks keine landesweiten Sonderregelungen geplant. Am Montag finde regulärer Unterricht statt, teilte das bayerische Kultusministerium auf BR-Anfrage mit.
Wenn Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen könnten, weil Busse und Bahnen nicht fahren, könnten sie „ausnahmsweise dem Präsenzunterricht fernbleiben“. Sie müssten in dem Fall ähnlich wie bei einer Krankmeldung die Schule informieren.

Für konkrete weitere Informationen verweist das Ministerium an die Schulen. In Einzelfällen sei es möglich, angekündigte Leistungsnachweise zu verschieben oder für eine Stufe Distanzunterricht anzubieten.
Für Berufsschüler gilt laut Ministerium eine Ergänzung. Wenn bei ihnen der Unterricht ausfällt, müssen sie nach Möglichkeit in ihren Betrieb gehen.

Verhärtete Fronten im Tarifstreit

Einmal haben sich die Gewerkschaft und die Arbeitgeber bisher getroffen. Verdi hat ein umfangreiches Paket auf den Verhandlungstisch gelegt. Unter anderem sollen die Gehälter um 668,75 Euro angehoben werden. Das wäre in den untersten Gehaltsgruppen laut Verdi ein Plus von bis zu 16 Prozent. Auch die Arbeitszeit taucht im Forderungskatalog auf. Die soll von jetzt 38,5 auf 35 Stunden die Woche gesenkt werden. Es gehe darum, die Lohnlücke zum Öffentlichen Dienst zu schließen und die Arbeit attraktiver zu machen.

Wenn künftig der Verkehr nicht stillstehen soll, weil Kräfte fehlen, dann müsse gehandelt werden – so sieht es die verantwortliche Verdi-Frau Katharina Wagner. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern sieht es anders. Er unterbreitete beim ersten Treffen ein Angebot: mindestens fünf Prozent höhere Einkommen – allerdings für 24 Monate.

Mehr sei nicht finanzierbar. Die Finanzierungslücke führe schon jetzt dazu, dass das Angebot eingeschränkt werden müsse. Weiterverhandelt wird am 12. Februar.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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