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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Coca-Cola schließt bundesweit fünf Standorte – auch in Memmingen
Wirtschaft

Coca-Cola schließt bundesweit fünf Standorte – auch in Memmingen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 1. Oktober 2024 15:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Getränkehersteller Coca-Cola will im Laufe des kommenden Jahres fünf Produktions- und Logistikstandorte in Deutschland schließen. Betroffen sind die Werke in Köln, Neumünster, Berlin-Hohenschönhausen, Bielefeld und Memmingen, wie aus einer Mitteilung von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) hervorgeht. Das Unternehmen ist in Deutschland für Abfüllung, Verkauf und Vertrieb der Getränke des US-Konzerns zuständig. 

Inhaltsübersicht
Bundesweit sollen 505 Arbeitsplätze wegfallenVeränderte Getränkelogistik als ein Grund Gewerkschaft wirft Coca-Cola „Profitgier“ vor

Bundesweit sollen 505 Arbeitsplätze wegfallen

505 Arbeitsplätze sollen demnach insgesamt wegfallen, 207 an andere Standorte verlagert werden und 78 neue Jobs entstehen. Man wolle sich „im anhaltend wettbewerbsintensiven Marktumfeld noch kosteneffizienter aufstellen, den Veränderungen in der Getränkelogistik begegnen und die Auslastung im deutschen Produktions- und Logistiknetzwerk weiter stärken“, erklärte CCEP. 

In Köln, wo Coca-Cola einen Produktions- und Logistikstandort betreibt und bisher rund 600 Menschen beschäftigt sind, soll die Produktion zum 31. März 2025 eingestellt werden. In den übrigen vier von den Schließungen betroffenen Städten hat der Getränkehersteller reine Logistikstätten. Man wolle „alle beabsichtigten Veränderungen sozial verantwortungsvoll und transparent umsetzen“, hieß es.

Veränderte Getränkelogistik als ein Grund 

Begründet wird der Schritt auch mit einer veränderten Getränkelogistik. Große Handelspartner stellten demnach verstärkt von Direktbelieferung auf die Belieferung über das Zentrallager um, kleinere Kunden bestellen zunehmend über den Getränkefachgroßhandel. In der Folge würde die Zahl der direkten Kunden und Bestellungen sowie das Lagerausgangsvolumen an den Logistikstandorten deutlich sinken. 

Coca-Cola Europacific Partners ist nach eigenen Angaben das größte Getränkeunternehmen in Deutschland und beschäftigt etwa 6.500 Mitarbeiter an 27 Standorten, davon 14 Produktionswerke.

Gewerkschaft wirft Coca-Cola „Profitgier“ vor

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisierte in einer Stellungnahme die angekündigten Schließungen des Produktionsstandorts Memmingen scharf. 37 Arbeitsplätze würden dort wegfallen. „Es entsteht der Eindruck, dass es nicht um wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern reine Profitgier auf Kosten der Beschäftigten und der Region geht“, teilte die Gewerkschaft mit.

Mit der Schließung entferne sich Coca-Cola von seinem eigenen Versprechen, eine weltweite Marke zu sein, die regional produziert. In den nächsten Wochen gehe es nun darum, mit den Betriebsräten vor Ort alternative Lösungen zu erarbeiten, um den betroffenen Beschäftigten sozialverträgliche Regelungen anzubieten, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft.

Mit Informationen von dpa

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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