WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Führungs-Desaster beim VdK Bayern: Wie geht es weiter?
    29. Mai 2026
    Teurer Sprit wirkt sich auf Tankstellen in Bayern aus
    29. Mai 2026
    Belebung am bayerischen Arbeitsmarkt – noch keine Entspannung
    29. Mai 2026
    Statt arbeitslos: Aufgefangen von der Transfergesellschaft?
    29. Mai 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Warum man keine Fotos von seinen Händen posten sollte
    27. Mai 2026
    Wie KI den Journalismus unter Druck setzt
    26. Mai 2026
    Knorke oder Kokolores? „Boomerwort des Jahres“ gesucht
    22. Mai 2026
    Wer profitiert vom KI-Boom – und wer bleibt zurück?
    21. Mai 2026
    Google killt die Suche, wie wir sie kennen
    20. Mai 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Wie erkennt man, ob jemand ertrinkt? Typische Anzeichen
    30. Mai 2026
    Transgenerationale Traumata: Wie Ängste unserer Vorfahren prägen
    29. Mai 2026
    Mediensucht: Eine Sucht wie bei Alkohol und Nikotin?
    29. Mai 2026
    Krebs, Viren und KI: Wie die Pathologie Patienten hilft
    28. Mai 2026
    Blackout Spanien 2025: Was bedeutet das für den Netzausbau hier?
    28. Mai 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Die Essenz des Tanzes: Dokumentarfilm über Germaine Acogny
    31. Mai 2026
    Theater Ingolstadt: Stammhaus schließt – und nun?
    31. Mai 2026
    Hotelzimmer als Videothek: Room 30 im Münchner Hotel Olympic
    30. Mai 2026
    Gedichte passieren: Dagmar Nick wird 100 Jahre alt
    30. Mai 2026
    Wegen Krankheit: Haindling sagt Tournee ersatzlos ab
    29. Mai 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Digitale Pandemie“: Wie Cyber-Trader Millionen erbeuten
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > „Digitale Pandemie“: Wie Cyber-Trader Millionen erbeuten
Wirtschaft

„Digitale Pandemie“: Wie Cyber-Trader Millionen erbeuten

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. Oktober 2025 08:48
Von Christin Freitag
Teilen
4 min. Lesezeit
Teilen

 

Sabine hat mehrere zehntausend Euro seit Anfang Oktober verloren. Damit wollte die Rentnerin eigentlich ihren Lebensabend genießen. Doch daraus wird nun nichts. Sie befürchtet sogar, die Beerdigung ihrer pflegebedürftigen Mutter nicht mehr bezahlen zu können, wenn diese plötzlich sterben sollte. Denn die Betrüger haben nicht nur ihr Konto leergeräumt, sondern auch den Dispo voll ausgeschöpft. „Ich habe jetzt 8.000 Euro Schulden“, sagt die Seniorin, „dabei hatte ich noch nie Schulden“. Ihren vollen Namen will Sabine nicht nennen. Niemand soll wissen, dass ihr das passiert ist. Nicht einmal ihre Familie weiß Bescheid, zu peinlich ist ihr das Ganze.

Inhaltsübersicht
Totalverlust durch CybercrimeEisenreich: „digitale Pandemie“Was Bayern gegen Cybercrime tutWenig Hoffnung für Sabine

Totalverlust durch Cybercrime

Vor ein paar Monaten fing alles an. Sabine stieß im Internet auf eine Anzeige, die bei einem Investment in Kryptowährungen hohe Renditen versprach. Mit einem Startkapital von nur 250 Euro sei ein Vielfaches an Gewinn möglich. Die Rentnerin dachte sich zunächst nichts dabei, „250 Euro sind schließlich nicht die Welt“, erzählt sie. Sie zahlte das Geld ein und beobachtete in den folgenden Monaten, wie sich ihr Investment scheinbar lohnte. Über die Zeit kamen einige Tausend Euro an vermeintlichen Gewinnen zusammen.

Vor ein paar Wochen schließlich wollte Sabine etwas davon abschöpfen. Am Telefon erreichte sie eine Mitarbeiterin des Trading-Anbieters. Die Frau, eine Maria Schneider, erklärte ihr, sie müsse sich in ihr Online-Banking einloggen, damit die Summe ausbezahlt werden könne. Sabine wurde zwar misstrauisch. Doch die Beraterin setzte die ältere Dame unter Druck: „Wenn Sie mir nicht trauen, können wir das Ganze auch bleiben lassen.“ Schließlich gab Sabine nach und übermittelte der falschen Maria Schneider ihre Login-Daten. Ein fataler Fehler: Per Sofortüberweisung buchte die Kriminelle hohe Summen von Sabines Konto ab.

Eisenreich: „digitale Pandemie“

Um solche und ähnliche Fälle aufzuklären, ermittelt bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg seit 2019 die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Ihr Ziel ist es, digitale Straftaten koordiniert zu bekämpfen, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Fällen wie Datenmissbrauch, Hacking oder Internetbetrug. National arbeiten die Ermittler mit der Bayerischen Polizei, dem Landeskriminalamt (LKA Bayern) und auch dem Bundeskriminalamt (BKA) zusammen, internationale Partner sind Europol und Interpol.

Gemeinsam mit Bayerns Justizminister Georg Eisenreich stellte Oberstaatsanwalt Nino Goldbeck von der ZCB in München einen Zwischenstand der Ermittlungen seiner Behörde vor. Demnach seien seit 2019 rund 14.000 Anzeigen von überwiegend bayerischen Geschädigten eingegangen. Der Gesamtschaden liegt mittlerweile bei rund 500 Millionen Euro. Die Arbeit der Zentralstelle hat bisher zu über 100 Anklagen geführt, mehr als 25 Millionen Euro Tatbeute konnten sichergestellt werden. Zu den Ermittlungsergebnissen sagte Justizminister Eisenreich, der Kampf gegen Cybercrime habe inzwischen „das Ausmaß einer digitalen Pandemie erreicht“.

Was Bayern gegen Cybercrime tut

Um ein Ausbreiten dieser „Pandemie“ einzudämmen und den Kriminellen nicht dauerhaft einen Schritt hinterher zu sein, setzt die ZCB neben der Kooperation mit anderen Behörden auf moderne technische Möglichkeiten bei der digitalen Kriminalitätsbekämpfung und auf das Fachwissen von IT-Experten.

An der Seite der mittlerweile 30 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte tüfteln vier IT-Spezialkräfte. Diese Zusammenarbeit, so Goldbeck im BR-Interview, „ermöglicht es uns, schneller und gezielter gegen die Täter vorzugehen.“

Wenig Hoffnung für Sabine

Sabine hat mittlerweile Anzeige gegen Unbekannt erstattet und sich Hilfe bei einem Fachanwalt in München gesucht. Da die Polizei überprüft, ob sie wegen der hohen Überweisungen von ihrem Konto vielleicht sogar Teil der Bande ist, hoffe sie, zusätzlich zu ihrem Verlust nicht auch noch juristisch in die Bredouille zu kommen. „Wie konnte mir das passieren?“, fragt sie immer wieder laut vor sich hin. Dass sie viel von ihrem Geld jemals wiedersieht, glaubt sie nicht: „Die sind längst über alle Berge.“

 

Dir gefällt vielleicht

Führungs-Desaster beim VdK Bayern: Wie geht es weiter?

Teurer Sprit wirkt sich auf Tankstellen in Bayern aus

Belebung am bayerischen Arbeitsmarkt – noch keine Entspannung

Statt arbeitslos: Aufgefangen von der Transfergesellschaft?

Biotonne: Kompostierbare Müllbeutel verursachen hohe Kosten

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Olympia in München: Pro und Contra aus wirtschaftlicher Sicht
Nächster Artikel TV-Star Bernhard Bettermann beklagt „weniger Chancen“ im Alter
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Die Essenz des Tanzes: Dokumentarfilm über Germaine Acogny
Kultur 31. Mai 2026
Theater Ingolstadt: Stammhaus schließt – und nun?
Kultur 31. Mai 2026
Hotelzimmer als Videothek: Room 30 im Münchner Hotel Olympic
Kultur 30. Mai 2026
Wie erkennt man, ob jemand ertrinkt? Typische Anzeichen
Wissen 30. Mai 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?