WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Schwächung der Demokratie? Unternehmen in Deutschland in Sorge
    6. Juli 2026
    Selbstständig Events moderieren – Lohnt sich das?
    6. Juli 2026
    X-Box oder iPad: Tech-Riesen heben ihre Preise massiv an
    4. Juli 2026
    Grundsicherung: Schonvermögen ohne Schonzeit
    4. Juli 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Neue Girocard-Funktionen: Wer profitiert wirklich davon?
    4. Juli 2026
    Anthropics Claude Fable ist wieder live
    2. Juli 2026
    Peter Thiels „Dialog“: Elitezirkel oder Netzwerkformat?
    1. Juli 2026
    WhatsApp: Wie Sie jetzt an einen Benutzernamen kommen
    1. Juli 2026
    Neue Girocard-Funktionen: Wer profitiert wirklich davon?
    30. Juni 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Copernicus-Bericht: Luftverschmutzung in Europa geht zurück
    6. Juli 2026
    Windräder: Keine Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen
    6. Juli 2026
    Bayerns Abi-Noten so gut wie noch nie: Was steckt dahinter?
    6. Juli 2026
    Schlafapnoe: Was bei gefährlichen Atemaussetzern helfen kann
    5. Juli 2026
    Hafer im Check: Wie gesund sind Haferflocken und Co. wirklich?
    5. Juli 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Filmfest München: Eine spannende Filmwoche geht zu Ende
    6. Juli 2026
    Fluch oder Segen? Künstliche Intelligenz im Handwerk
    5. Juli 2026
    Medienscouts: Jugendliche klären über KI-Fotos und Fake News auf
    4. Juli 2026
    Taylor Swift und Travis Kelce sind offiziell verheiratet
    4. Juli 2026
    Nina Chuba: Nahbarer Star mit Haltung
    4. Juli 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Finanzloch: Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Problem
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Finanzloch: Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Problem
Wirtschaft

Finanzloch: Die Bundesagentur für Arbeit hat ein Problem

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 6. Juli 2026 08:47
Von Christin Freitag
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

In guten Zeiten reichen die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mehr als aus. Alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und ihre Arbeitgeber zahlen ein – nur wenige beantragen Arbeitslosengeld.

Inhaltsübersicht
Defizit von geschätzt 10 Milliarden EuroDarlehen des Bundes geplantSparpotenzial gesuchtLeistungen unter der Lupe

Es sind aber gerade keine guten Zeiten. 360.000 mehr Arbeitslose als 2022 bedeuten deutlich höhere Ausgaben und deutlich weniger Einnahmen durch Beiträge in die Sozialversicherung. Die liegen gerade bei 2,6 Prozent im Monat – die eine Hälfte müssen die Beschäftigten aufbringen, die andere die Arbeitgeber. Verliert jemand seinen Job und hat eingezahlt, dann stehen ihm in der Regel 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens zu. Mit Kindern wird auf 67 Prozent erhöht. Außerdem finanziert die Bundesagentur aus ihren Mitteln zum Beispiel das Kurzarbeitergeld oder eine Weiterbildung.

Defizit von geschätzt 10 Milliarden Euro

Wie viele Forscher und die Bundesregierung, war die Nürnberger Behörde davon ausgegangen, dass der Aufschwung in diesem Jahr kommt, die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Die Vorhersage stimmt nicht mehr und damit auch nicht die Prognose für den Haushalt der Behörde. Wenn mehr Menschen sich arbeitslos melden und entsprechend weniger Beiträge zahlen, dann bringt das die Finanzen durcheinander.

Am Ende dieses Jahres könnte das Defizit in der Kasse der Bundesagentur bei etwa zehn Milliarden Euro liegen – doppelt so hoch wie noch letzten Herbst veranschlagt. „Wir haben im Vergleich zu früheren Krisen keinen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit, sondern jeden Monat ist ein bisschen was draufgekommen“, erklärt Andrea Nahles, die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, gegenüber BR24 das Problem.

Darlehen des Bundes geplant

Was tun? Den Beitragssatz von 2,6 Prozent erhöhen will die Regierung vermeiden. Das hat sie jetzt im 34 Punktepapier noch einmal betont. „Unser Ziel ist es, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung stabil zu halten.“ Pleite gehen kann die Behörde nicht. Steckt sie in den roten Zahlen, braucht sie Liquiditätshilfen des Bundes in Form von Darlehen oder Zuschüssen. Fließen die, kann das Bundesarbeitsministerium aber beim Haushalt mitreden, also zum Beispiel auch einen Sparkurs einfordern. Im 34 Punkte Papier hat die Regierung zugesichert, die „Handlungsfähigkeit der Bundesagentur für Arbeit nachhaltig zu sichern.“

Wie, das geht aus dem Entwurf des Finanzministers für den Haushalt 2027 hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt und der am Montag im Kabinett verabschiedet werden soll. Der sieht ein überjähriges Darlehen von 5,2 Milliarden Euro an die Bundesagentur vor – also kein Zuschuss, sondern erst einmal ein Darlehen, dass die Behörde irgendwann zurückzahlen müsste. Es sei denn, der Bund verzichtet darauf – was er während der Pandemie und den hohen Ausgaben für die Kurzarbeit schon einmal getan hat. Für dieses Jahr waren 4 Milliarden als Darlehen zugesichert.

Sparpotenzial gesucht

Bleibt es beim Darlehen, will der Bund das Geld irgendwann zurücküberwiesen bekommen. Ob und wann die Konjunktur wieder anspringt und die Arbeitslosigkeit sinkt, ist nicht klar. „Wir müssen sparen, das ist vollkommen klar, das nehmen wir an“, beteuert Nahles. Die Bundesagentur sei dabei, jeden Ausgabeposten zu durchleuchten. Sie könnte Maßnahmen kürzen, Stellen nicht wiederbesetzen, die laufende Digitalisierung vorantreiben. Das Arbeitslosengeld kann sie nicht kürzen. Das ist eine Versicherungsleistung, auf die Beitragszahlende einen Anspruch haben.

Leistungen unter der Lupe

Wo lässt sich sparen? Die Frage stellt sich auch Verwaltungsrat Christina Ramb. Sie sitzt für die Arbeitgeber im Verwaltungsrat der BA und hat dort gerade den Vorsitz. Ihr Vorschlag gegenüber BR24: „Man kann auch an den Leistungen arbeiten. Also da überlegen: Braucht man 24 Monate Arbeitslosengeld oder kann man das auch reduzieren?“

24 Monate gibt es für Versicherte ab 58 – wer jünger ist als 50, bekommt das Arbeitslosengeld maximal für 12 Monate. Den Rotstift könnte die Bundesagentur auch ansetzen bei dem, was sie aktive Arbeitsmarktpolitik nennt – also die Betroffenen zum Beispiel durch Weiterbildung fit für den Markt zu machen. Anja Piel, die den DGB im Verwaltungsrat vertritt, rät deshalb zur Vorsicht: „Das wäre historisch ein Supergau bei steigenden Arbeitslosenzahlen tatsächlich am Personal zu kürzen oder an den Möglichkeiten, Arbeitslose wieder in Arbeit zu vermitteln.“

Zumal der Arbeitsmarkt gerade nicht nur von der Konjunkturkrise, sondern auch von der Transformation zur digitalen und ökologischen Wirtschaft betroffen ist. Weiterbildung gilt da laut Experten als eine nachhaltige Maßnahme – sie kostet aber.

 

Dir gefällt vielleicht

Schwächung der Demokratie? Unternehmen in Deutschland in Sorge

Selbstständig Events moderieren – Lohnt sich das?

X-Box oder iPad: Tech-Riesen heben ihre Preise massiv an

Grundsicherung: Schonvermögen ohne Schonzeit

Weniger Kündigungsschutz soll mehr Beschäftigung bringen

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Selbstständig Events moderieren – Lohnt sich das?
Nächster Artikel Solarzellen mögen keine Hitze – das sind die Auswirkungen
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Copernicus-Bericht: Luftverschmutzung in Europa geht zurück
Wissen 6. Juli 2026
Filmfest München: Eine spannende Filmwoche geht zu Ende
Kultur 6. Juli 2026
Schwächung der Demokratie? Unternehmen in Deutschland in Sorge
Wirtschaft 6. Juli 2026
Windräder: Keine Gesundheitsschäden durch Windkraftanlagen
Wissen 6. Juli 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?