Die Stimmung der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher hat sich im August weiter aufgehellt. Das geht aus der aktuellen Konsumklimastudie hervor, die das Nürnberg Institut für Marktentscheidung (NIM) monatlich gemeinsam mit dem Marktforscher GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) erstellt.
Hauptgrund für die positivere Stimmung sind die stark gestiegenen Einkommenserwartungen der Menschen. Auch die Konjunkturerwartungen haben sich erneut verbessert.
Konjunkturerwartungen zeigen stetigen Aufwärtstrend
Die allgemeinen Konjunkturerwartungen steigen damit bereits zum vierten Mal in Folge. Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM), weist zwar daraufhin, dass dieser Wert immer noch unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Er sieht aber dennoch „mehr als nur Licht am Ende des Tunnels“.
Denn diese Entwicklung werde auch durch positive Signale aus der Wirtschaft gestützt. So hat das Statistische Bundesamt zuletzt das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal auf 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal nach oben korrigiert. Auch die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen scheint sich zu verbessern: Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im August zum vierten Mal in Folge gestiegen.
Anschaffungsneigung praktisch „eingefroren“
Trotz der leichten Verbesserung kommt der vielleicht wichtigste Indikator des Konsumklimas seit vier Jahren nicht von der Stelle: Die Neigung zu größeren Anschaffungen ist weiterhin schwach, dafür ist die Sparneigung weiter hoch. Für die Macher der Studie ein deutliches Zeichen dafür, dass die Verunsicherung durch Krisen und Kriege weiterhin groß ist und die Menschen ihr Geld derzeit noch lieber zusammenhalten.

