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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Rekorde bei Gold und Silber – Jetzt (alte) Schätze verkaufen?
Wirtschaft

Rekorde bei Gold und Silber – Jetzt (alte) Schätze verkaufen?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 30. Januar 2026 08:48
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Eine simple Goldketten-Rechnung

Wir zeigen hier am Beispiel einer 100 Gramm schweren Kette, wie sich der Wert bei unkomplizierten Fällen relativ schnell berechnen lässt. Wissen muss man dafür noch, dass der Goldpreis in Feinunzen angegeben wird, das sind 31,1 Gramm. Unsere Goldkette hat die Prägung 585. Die Rechnung lautet:

Inhaltsübersicht
Eine simple Goldketten-RechnungMöglichst viele Händler vergleichenFallen beim Verkauf von Gold und SilberIst jetzt der richtige Zeitpunkt zu verkaufen?

100g x 0,585 x 4.600 € (Goldpreis Stand 29.1.2026) : 31,1g = 8.653 Euro.

Diese Summe ist nun ein guter Richtwert. Trotzdem wird man so viel Geld wahrscheinlich bei keinem Händler bekommen. Fast immer wird etwa ein Risikoabschlag oder ein Abschlag für Einschmelzkosten einkalkuliert. Der Berufsverband des deutschen Münzfachhandels listet zertifizierte Goldankäufer auf (externer Link), die als seriös gelten.

Möglichst viele Händler vergleichen

Die Stiftung Warentest hat die Probe auf’s Exempel gemacht und ist mit dem gleichen Schmuckstück zu vielen verschiedenen Händlern gegangen. Das Ergebnis war ernüchternd. Für die Goldkette wurden zwischen knapp 1.500 und gut 2.100 Euro geboten. Die meisten Angebote lagen weit unter dem aktuellen Marktpreis.

Von daher sei Vorsicht geboten, rät Stefan Fischer. Er hat bei der Stiftung Warentest die Stichprobe begleitet und sagt, man solle wenigstens drei Angebote von verschiedenen Händlern einholen, am besten mehr. Grundsätzlich gilt: Je besser der Zustand der Münzen und Barren ist, desto geringer dürften die Abschläge sein.

Fallen beim Verkauf von Gold und Silber

Wer unbekannte Aufkäufer ins Haus lässt, sollte sich der Risiken bewusst sein. Schlimmstenfalls wollen die Besucher nicht unbedingt Gold oder Silber aufkaufen, sondern prüfen, ob sich hier ein Einbruch lohnt.

Der Schubladen-Schatz lässt sich aber auch per Internet verkaufen. Der Versand birgt allerdings ebenfalls Risiken. Pakete sind meist nur bis zu einem bestimmten Wert versichert. Und obwohl Werttransporte nur direkt an den Empfänger gegen Vorlage eines Ausweises übergeben werden dürfen, wird das nicht immer eingehalten.

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu verkaufen?

Eine alte Binse sagt: Der perfekte Zeitpunkt lässt sich immer erst im Nachhinein bestimmen und dann ist es zu spät. Gold und Silber könnten weiter im Kurs steigen, es spricht aktuell sogar viel dafür. Anlageberater empfehlen allerdings meist, nur rund zehn Prozent eines Depots in Gold zu halten. Das heißt auch: Ist der Goldanteil durch den Aufschwung nun etwa auf 20 Prozent angestiegen, könnte das ein guter Zeitpunkt sein, einen Teil zu verkaufen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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