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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Teures Ostern: Warum Schokohasen so viel kosten
Wirtschaft

Teures Ostern: Warum Schokohasen so viel kosten

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 30. März 2026 09:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Kakao wieder billiger, aber zu spät

Zwar meldete das Statistische Bundesamt für Januar 2026 bereits eine kräftige Entspannung: Rohkakao war im Import 46 Prozent günstiger als im Januar 2025, Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl 44 Prozent. Doch an der Ladenkasse kommt das nicht sofort an. Zwischen Rohstoff, Verarbeitung und Regal liegen Monate, oft auch ältere Verträge und teurere Lagerbestände. Hinzu kommt: Nicht alle anderen Kosten sind gleichzeitig gefallen. So waren importierte geschälte Haselnüsse im Januar 2026 mehr als 55 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Die Statistik zeigt also zweierlei zugleich: Kakao ist zuletzt billiger geworden – aber zu spät, um die Preise für die Verbraucherinnen und Verbraucher rechtzeitig vor Ostern nach unten zu ziehen.

Inhaltsübersicht
Kakao wieder billiger, aber zu spätOstereier 15,9 Prozent teurer als 2025Keine „Oster-Inflation“Gefühlte Inflation im Osternest

Ostereier 15,9 Prozent teurer als 2025

Bei den Eiern wiederum ist die Lage noch einmal anders als bei der Schokolade. Hier geht es vor allem um eine Schieflage von Angebot und Nachfrage. Der Anstieg von Geflügel und Eiern in Höhe von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt in erster Linie an wiederholten Ausbrüchen der Vogelgrippe bei Geflügel in Deutschland, darunter auch in hühnerhaltenden und Legehennen-Betrieben. Parallel dazu stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft 2025 um vier Eier auf 252 Eier. Auch hier kann der Osterhase also weniger für den Preisanstieg als die angespannte Marktlage.

Keine „Oster-Inflation“

Gegen eine generelle Oster-Inflation bei Lebensmitteln spricht dagegen das Gesamtbild. Nahrungsmittel insgesamt lagen im Februar 2026 nur ein Prozent über dem Vorjahresmonat, im Januar waren es noch zwei Prozent gewesen. Das Statistische Bundesamt spricht daher ausdrücklich von einer abgeschwächten Teuerung bei Nahrungsmitteln. Der Einkauf wird vor Ostern also nicht auf breiter Front deutlich teurer.

Neben Schokolade und Eiern mussten Verbraucherinnen und Verbraucher zuletzt auch für Rind- und Kalbfleisch spürbar mehr bezahlen. Andere Produkte wurden dagegen günstiger, etwa Butter, Kartoffeln oder Molkereiprodukte. Die Statistik erzählt also keine Geschichte von einem generell teuren Ostern, sondern von wenigen Produkten, die besonders stark herausstechen.

Gefühlte Inflation im Osternest

Ein Blick auf den Trend der vergangenen sechs Jahre zeigt, dass die Preise für Lebensmittel vor allem im ersten Jahr des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in die Höhe geschnellt sind – und weil der Krieg mittlerweile ins fünfte Jahr geht, auch nicht wieder gesunken sind. Auf den generellen Verbraucherpreisindex schlägt sich dieser politische Hintergrund weniger deutlich nieder.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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