WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Städtevergleich: So entwickeln sich Immobilienpreise in Bayern
    10. Juli 2026
    Rente für Selbstständige: Was die Regierung plant
    10. Juli 2026
    Milliarden für Bundeswehr-Satelliten – Profitiert Bayern?
    10. Juli 2026
    Wann stimmt die Chemie wieder in Burghausen?
    9. Juli 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Suchtgefahr: EU fordert Änderungen bei Instagram und Facebook
    10. Juli 2026
    Rechenzentren vs Umwelt: Warum wir beides brauchen
    9. Juli 2026
    Wie eine YouTube-Serie erfolgreicher als Star Wars wurde
    7. Juli 2026
    Meta baut Kamerabrille mit Kylie Jenner – und erntet Kritik
    7. Juli 2026
    Wie Instagram deine Stimme und dein Gesicht verändert
    7. Juli 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Neue STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung erst ab 75 Jahren
    10. Juli 2026
    50 Jahre Seveso-Katastrophe: So wirkt das Gift noch heute
    10. Juli 2026
    So taugt die Wärmepumpe auch zum Kühlen
    10. Juli 2026
    Bayerns Abi-Noten so gut wie noch nie: Was steckt dahinter?
    9. Juli 2026
    Neue Ausstellung: Wie Bayern Hitlers Aufstieg ermöglichte
    8. Juli 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    (Neu)-Besetzung der Münchner Kammerspiele-Intendanz?
    10. Juli 2026
    „Faschismus ist keine Meinung“: Buch von Ilko-Sascha Kowalczuk
    10. Juli 2026
    Jahrhundertdirigent: Herbert Blomstedt wird 99
    10. Juli 2026
    Franziskanerin und Fränkin: Ganz wird neue Caritas-Präsidentin
    9. Juli 2026
    Sie bereute nichts: Sängerin Bonnie Tyler ist gestorben
    9. Juli 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Weltneuheit“: Was die Regierung bei Abfindungen plant
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > „Weltneuheit“: Was die Regierung bei Abfindungen plant
Wirtschaft

„Weltneuheit“: Was die Regierung bei Abfindungen plant

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 9. Juli 2026 10:47
Von Christin Freitag
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Die deutsche Wirtschaft tritt momentan auf der Stelle, wenn sie nicht sogar – wie in der Autobranche – rasant im Rückwärtsgang unterwegs ist. Die schwarz-rote Koalition will mit ihrem Reformpaket deshalb unter anderem die Konjunktur wieder antreiben. Ein Hebel könnte sein, Reibungsverluste am Arbeitsmarkt zu vermindern.

Inhaltsübersicht
Lockmittel: weniger Steuern auf AbfindungenDrei Gewinner der MaßnahmeTop-Verdiener können leichter entlassen werdenWird Kündigungsschutz durchlöchert?Arbeitgeber drängen auf weitere Schritte„Weltneuheit“ mit Doppelfrust?

Lockmittel: weniger Steuern auf Abfindungen

In Punkt 7 des 34-Punkte-Programms geht es um Abfindungen, die bislang genau wie der monatliche Lohn der Einkommensteuer unterliegen. Wünschenswert wäre aus Sicht der Regierung, dass Arbeitnehmer, die entlassen wurden und eine Abfindung bekommen haben, sich (überspitzt formuliert) nicht erst einmal auf Weltreise begeben. Ihr Know-how und ihre Arbeitskraft sollen möglichst schnell wieder den Unternehmen zur Verfügung stehen.

Um das zu erreichen, plant die Koalition in Berlin, Abfindungen steuerlich zu begünstigen. Das Prinzip: Es muss umso weniger Einkommensteuer bezahlt werden, je früher die Menschen wieder einen Job annehmen. Wobei noch nicht klar ist, um wie viel der Bonus pro Monat bei Arbeitslosigkeit abschmilzt.

Drei Gewinner der Maßnahme

Der Forscher Enzo Weber vom Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hatte zuvor selbst für diesen Schritt plädiert und begrüßt die Maßnahme dementsprechend euphorisch. Weber bezeichnet die Steuerbefreiung von Abfindungen im BR-Interview als „Weltneuheit“ und „Triple-Win“.

Zu den drei Gewinnern zählen demnach erst einmal die Beschäftigten, weil sie in einer schwierigen Phase Unterstützung bekämen. Die Maßnahme helfe zudem den Firmen, die Personal suchen und nun die guten Fachkräfte schneller finden könnten. Die dritten Gewinner sind laut Weber jene Unternehmen, die Personal abbauen. Sie finden womöglich durch die steuerliche Begünstigung schneller eine einvernehmliche Lösung mit den Mitarbeitenden.

Top-Verdiener können leichter entlassen werden

Unter der Nummer 6 hat sich die Regierungskoalition zudem mit dem Kündigungsschutz auseinandergesetzt. Der soll gelockert werden und zwar für Angestellte in Firmen, deren Einkommen mehr als das 1,75-Fache der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung beträgt. Diese Grenze liegt aktuell bei etwas über 100.000 Euro.

Konkret geht es um Personen, die über 177.450 Euro im Jahr verdienen. Sie sollen nun mit deutlich weniger Aufwand entlassen werden können, wenn sie eine Abfindung bekommen. Diese Aufweichung des Kündigungsschutzes für Top-Verdiener soll nur für neue Arbeitsverträge gelten, die nach dem 1.1.2027 abgeschlossen werden.

Wird Kündigungsschutz durchlöchert?

Vor allem gegen diesen Punkt des Reformpakets formiert sich Widerstand. Die Gewerkschaften befürchten, dass dies nur der erste Schritt sein könnte, dem weitere in diese Richtung folgen. Denkbar wäre, dass als Nächstes über den Kündigungsschutz für die unteren Einkommensgruppen diskutiert wird.

„Die Beschäftigten sind jetzt schon verunsichert“, sagt Isabell Eder, Abteilungsleiterin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) (externer Link). Wenn die Politik nun an den Kündigungsschutz rangehe, dann verschärfe das die Lage zusätzlich. Die Menschen würden ihr Geld zusammenhalten und nicht mehr ausgeben – und dann „Adieu Wirtschaftswachstum“, so die DGB-Vertreterin.

Arbeitgeber drängen auf weitere Schritte

Oliver Stettes vom arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) findet, dass der Kündigungsschutz angepasst werden müsse. “In einem Umfeld, in dem wir uns heute bewegen, wo wir grundlegende strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft haben, ganze Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand stehen oder neu gedacht werden müssen, ist der Flexibilisierungsbedarf wieder angestiegen“, so Stettes (externer Link). Das zeigt, die Bundesregierung hat mit ihren Maßnahmen die Debatte über den Kündigungsschutz bereits angestoßen.

„Weltneuheit“ mit Doppelfrust?

Womöglich könnte auch die Euphorie über die Steuerbegünstigung von Abfindungen schnell verpuffen. Der Bonus soll Menschen aller Einkommensgruppen animieren, sich schnell wieder auf eine neue Stelle zu bewerben. Kalkül ist: Das Angebot auf dem Arbeitsmarkt soll steigen.

Was aber, wenn dort die Nachfrage wegen der schwächelnden Konjunktur gar nicht mehr ausreichend vorhanden ist, Unternehmen also gerade gar nicht einstellen wollen? Wer etwa in der Autoindustrie seinen Job verliert, hatte dann ein doppeltes Frusterlebnis. Erstens, weil er keinen neuen Job findet, und zweitens, weil er deshalb seine Abfindung doch wieder voll versteuern muss.

 

Dir gefällt vielleicht

Städtevergleich: So entwickeln sich Immobilienpreise in Bayern

Rente für Selbstständige: Was die Regierung plant

Milliarden für Bundeswehr-Satelliten – Profitiert Bayern?

Wann stimmt die Chemie wieder in Burghausen?

Antragsstopp bei Wärmepumpen-Förderung – das ändert sich

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Christin Freitag
Follow:
Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
Vorheriger Artikel Gibt es in der katholischen Kirche bald Diakoninnen?
Nächster Artikel Christine Wunnicke ist Georg-Büchner-Preisträgerin 2026
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

(Neu)-Besetzung der Münchner Kammerspiele-Intendanz?
Kultur 10. Juli 2026
Neue STIKO-Empfehlung: Corona-Impfung erst ab 75 Jahren
Wissen 10. Juli 2026
„Faschismus ist keine Meinung“: Buch von Ilko-Sascha Kowalczuk
Kultur 10. Juli 2026
Jahrhundertdirigent: Herbert Blomstedt wird 99
Kultur 10. Juli 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?