Kritik an Datenschutz und Sicherheit
Viele Menschen, insbesondere viele Frauen, sehen die smarten Brillen deshalb sehr skeptisch. Eine Recherche des SWR [Link zu tagesschau.de] konnte in den sozialen Medien zahlreiche Videos ausfindig machen, in denen Frauen, oft Jugendliche, auf der Straße ohne ihr Wissen gefilmt und ins Netz gestellt wurden. Oft handelt es sich um Videos, in denen die Frauen in ein Gespräch verwickelt werden. Hinterher äußern sich dann Nutzer in den Kommentaren hämisch oder abfällig über sie.
Auch als Überwachungswerkzeug könnten die Brillen genutzt werden. Im Jahr 2024 schaffte es eine kleine Gruppe von Harvard-Studenten, die Software der Ray-Ban-Brillen zu hacken – und eine Live-Gesichtserkennung einzubauen. In dem Versuch spazierten die Studenten über den Campus und konnten sich in Echtzeit die Namen und Social-Media-Profile anderer Studenten anzeigen lassen. Ein offizielles Feature ist das nicht – doch vor einigen Monaten berichtete die New York Times, dass Meta ein explizites Gesichtserkennungs-Feature namens „Name Tag“ für die Brille plant. Noch ist die Funktion nicht öffentlich – und zumindest in der EU dürfte sie es dank strenger Datenschutzgesetze rechtlich schwer haben.
Entsprechend laut ist nun auch auf Social Media die Kritik an der Brille. Viele werfen Kylie Jenner sowie anderen Influencerinnen, die für die Brille werben, vor, sich mit einer Überwachungstechnologie gemein zu machen.

