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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Bayern gibt 30 Millionen – Augsburg kann Römermuseum planen
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Bayern gibt 30 Millionen – Augsburg kann Römermuseum planen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 17. März 2026 17:50
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Augusta Vindelicum – so hieß Augsburg zur Römerzeit. Um die römischen Facetten der Stadt besser zu zeigen, soll in den kommenden Jahren ein neues Römermuseum entstehen. Der Freistaat hat heute seinen Teil der Finanzierung zugesagt. Er unterstützt den Bau des Gebäudes in Augsburg mit 30 Millionen Euro. Das teilte Kunstminister Markus Blume (CSU) nach einer Kabinettssitzung in München mit.

Inhaltsübersicht
Stadt sieht wichtigen SchrittFinanzierung bringt PlanungsschubRömer prägen Augsburg bis heute

Geplant ist das Museum auf dem Gelände der früheren Justizvollzugsanstalt in der Karmelitengasse. Dort soll auch das nötige Grundstück vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden. Für den Bau sind insgesamt rund 60 Millionen Euro vorgesehen. Während die Investitionskosten damit zur Hälfte abgedeckt wären, ist die Finanzierung des späteren Betriebs noch offen. Dafür ist die Stadt zuständig.

Blume betont die historische Bedeutung der Stadt. Augsburg gehöre zu den wichtigsten Römerstädten nördlich der Alpen, sagt er. Das Ziel sei, archäologische Funde stärker zugänglich zu machen und „die Antike aus dem Depot erlebbar“ zu machen. Ein Beispiel: Auf dem heutigen Stadtgebiet wurden bei Bauarbeiten vor rund fünf Jahren zum Beispiel 5.500 Silbermünzen gefunden. Dabei handelt es sich um einen der größten römischen Münzschätze Deutschlands.

Stadt sieht wichtigen Schritt

Auch im Rathaus wird die Entscheidung positiv aufgenommen. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) verweist darauf, dass die Stadt lange für die Unterstützung des Freistaats geworben habe.

Das frühere Römische Museum in der Dominikanerkirche ist seit mehr als zehn Jahren geschlossen. Nun könne der Neubau ein neuer zentraler Ort für die Geschichte der Stadt werden. Weber betont außerdem, dass die Planungen bereits seit Monaten gemeinsam mit dem Ministerium vorbereitet würden. Experten der Universität Augsburg befürworten ein solches Museum seit Jahren. Auch Tourismusverbände halten es für dringend nötig, um Besuchern die einzigartige Geschichte Augsburgs zu erzählen.

Finanzierung bringt Planungsschub

Der Augsburger Kulturreferent Jürgen Enninger (Grüne) spricht von einem wichtigen Schritt. Der Stadtrat habe den Standort in der Karmelitengasse mit großer Mehrheit beschlossen. „Der Zug ist auf dem Gleis“, sagt Enninger. Die Fertigstellung des Museums wird derzeit für 2032 oder 2033 angepeilt.

Inhaltlich soll das Haus die römische Vergangenheit der Stadt aus verschiedenen Perspektiven erzählen. Nicht nur Kaiser und Militär sollen im Mittelpunkt stehen. Auch das Leben der einfachen Menschen und soziale Aspekte der damaligen Zeit sollen gezeigt werden.

Römer prägen Augsburg bis heute

Die römische Geschichte gilt als zentraler Teil der Augsburger Identität. In der Römerzeit war die Stadt ein wichtiger Handels- und Verkehrsknoten-Punkt. Insbesondere wegen der Via Claudia Augusta, die die Donau mit dem heutigen Italien verband. Bereits seit dem 16. Jahrhundert sieht die Stadt ihre archäologischen Funde als wichtiges kulturelles Erbe.

Augsburg war einst die größte römische Siedlung im heutigen Bayern, besaß Stadtrecht und war über lange Zeit besiedelt. Bis heute erinnern Symbole wie der Augustusbrunnen oder die Zirbelnuss im Stadtwappen daran.

Das neue Museum soll diese Geschichte künftig stärker sichtbar machen. So mancher Besucher Augsburgs wird dann erstaunt sein, welche Schätze schon über 2.000 Jahre in Augsburg lagern.

 

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Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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