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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Insektenstich-Allergie: Hilfe bei einem allergischen Schock
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Insektenstich-Allergie: Hilfe bei einem allergischen Schock

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 8. September 2025 09:50
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Bienen- oder Wespenstachel wegkratzen – nicht ziehen

Vor allem nach Bienenstichen bleibt der Stachel häufig in der Haut stecken. Wichtig: Den Stachel wegkratzen, nicht ziehen. Denn am Stachel befindet sich meistens noch ein Giftsack, der durch Ziehen und Drücken zusätzliches Gift freisetzt.

Inhaltsübersicht
Bienen- oder Wespenstachel wegkratzen – nicht ziehenNotfallset bei Insektengift-Allergie verwendenNotarzt verständigenWenn Atemwege zuschwellenWenn ein Schockzustand eintrittBei BewusstlosigkeitAllergie feststellen lassen und Hyposensibilisierung durchführen

Notfallset bei Insektengift-Allergie verwenden

Allergiker haben, wenn ihre Allergie bereits bekannt ist, ein Notfallset bei sich. In einer kleinen Tasche – häufig auffällig gekennzeichnet – befinden sich flüssiges Antihistaminikum und Kortison, die geschluckt werden müssen sowie eine Adrenalin-Fertigspritze (Autoinjektor), die am Oberschenkel injiziert werden muss. Damit können Kreislauf und Blutdruck stabilisiert werden.

Notarzt verständigen

Treten innerhalb der ersten 15 Minuten körperliche Symptome auf, die über eine örtliche Hautreaktion hinausgehen, muss der Notarzt verständigt werden. Die betroffene Person sollte kein Auto mehr fahren, um sich selbst oder andere nicht in Gefahr zu bringen.

Wenn Atemwege zuschwellen

Fällt dem Betroffenen das Atmen schwerer, lockern Erste-Hilfe-Leistende dessen Kleidung, nehmen zum Beispiel die Krawatte ab und öffnen die obersten Blusenknöpfe. Sie sollten den Allergiker in eine aufrechte Position setzen und für frische Luft sorgen.

Wenn ein Schockzustand eintritt

Kalter Schweiß, Blässe und ein rasender Puls sind Anzeichen für einen Schock. Helfende Personen sollten den Betroffenen auf den Rücken legen und die Beine hoch lagern, indem sie zum Beispiel Kissen oder Taschen unterlegen. Außerdem kann es für den Patienten angenehm sein, zugedeckt zu werden.

Bei Bewusstlosigkeit

Ist die Reaktion auf das Insektengift so heftig, dass der Allergiker bewusstlos wird, machen Erste-Hilfe-Leistende zunächst die Atemwege frei und bringen den Patienten daraufhin in die stabile Seitenlage. Nicht vergessen: Den Kopf nach hinten überstrecken, damit der Rachenraum frei bleibt. Außerdem sollten ständig die Lebenszeichen des Betroffenen kontrolliert werden. Bei fehlenden Lebenszeichen sollten direkt Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Allergie feststellen lassen und Hyposensibilisierung durchführen

Jeder, der eine allergische Reaktion auf Insektenstiche gezeigt hat – unabhängig wie heftig – sollte im Nachgang einen allergologisch tätigen Arzt aufsuchen. Dort wird bestimmt, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt. Die Allergie kann mithilfe einer Allergie-Impfung mit Insektengift, einer sogenannten Hyposensibilisierung, bei etwa 90 Prozent der Patienten erfolgreich behandelt werden. „Vor allem der letzte Schritt sollte nach Abklingen der akuten Symptome nicht vernachlässigt werden“, sagt Allergologe Prof. Biedermann. „Denn rund 97 Prozent der Insektengift-Allergiker in Deutschland sind zurzeit nicht ausreichend medizinisch versorgt. Dabei kann eine Hyposensibilisierung die Allergie wirkungsvoll bekämpfen.“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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