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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Lehrer in Bayern: Unmut über kurzfristige Versetzungen
Wissen

Lehrer in Bayern: Unmut über kurzfristige Versetzungen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 25. Juli 2024 08:48
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Lehrermangel in Bayern: Referendare müssen häufig umziehen

Organisationsbedingt hängt es von der Schulart ab, wann die Lehrkraft erfährt, wo sie unterrichtet. Grundschulen sind über die Einschreibung im März vergleichsweise früh darüber informiert, wie viele neue Kinder an welchen Schulen anfangen. Zudem arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer dort zum überwiegenden Teil als Klassenkräfte, nicht als Fachlehrer.

Inhaltsübersicht
Lehrermangel in Bayern: Referendare müssen häufig umziehenReferendariat in Bayern: Ortswünsche werden selten berücksichtigtPersönliche Opfer für Lehrerberuf groß

Mittel- und Realschulen oder Gymnasien erfahren hingegen erst im Mai, wie viele neue Schülerinnen und Schüler jeweils zu erwarten sind. Erst dann beginnen sie mit der Personalplanung. Ganz am Ende sämtlicher Informationsketten stehen die Anwärter für das Gymnasium.

Referendariat in Bayern: Ortswünsche werden selten berücksichtigt

Als angehende Lehrkraft kann man drei Ortswünsche angeben. Das hat auch Referendar Martin gemacht. Nur höre die Ortswünsche im Kultusministerium wohl niemand, so seine Kritik. Alexander Steenpaß hält auch den damit verbundenen analogen Papierkram für eine Zumutung. Auch, was den Umzug angeht, bekomme man wenig Unterstützung. Bei Lehrerinnen und Lehrern mit Kindern, Ehepartnern oder pflegebedürftigen Angehörigen würden die Ortswünsche jedoch stärker berücksichtigt.

An dem Verfahren will man trotz der Kritik festhalten, teilt das Kultusministerium auf BR-Anfrage mit: „Das Staatsministerium vertraut auch weiterhin auf dieses bewährte Einstellungs- und Versetzungsverfahren, welches auch von der Personalvertretung unterstützt wird. Selbstverständlich wurde und wird dieses Verfahren zur weiteren Optimierung einer wiederkehrenden Reflexion unterzogen.“

Persönliche Opfer für Lehrerberuf groß

Referendar Martin hat seine Konsequenzen gezogen: Wenn er nicht in seine Heimatgegend zurückkehren darf, möchte er sich nach dem Referendariat eine Stelle als Mathematiker suchen. „Ich liebe es, zu unterrichten und ich finde das Referendariat nun wirklich nicht so schlimm, wie viele immer behaupten. Aber die persönlichen Opfer, die damit verbunden sind, schon: Ich bin auch noch Privatmensch, nicht nur Lehrer“, begründet er seine Entscheidung.

Anna, eine mittlerweile verbeamtete Grundschullehrerin, die auch anonym bleiben möchte, kann das verstehen. Auch sie musste für ihre Stelle umziehen. Seit Jahren versucht Anna, sich in ihre Heimatregion zurückversetzen zu lassen: „Es ist halt jedes Mal kurz vor den Sommerferien die Frage: ‚Muss ich einen Umzug organisieren und wann geht es zurück nach Hause?'“

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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