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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Seepferdchen-Gutscheine werden nur zögerlich angenommen
Wissen

Seepferdchen-Gutscheine werden nur zögerlich angenommen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 11. Juni 2025 08:48
Von Michael Farber
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2 min. Lesezeit
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Vom Beckenrand springen, 25 Meter schwimmen und einen Gegenstand aus schultertiefem Wasser herauf tauchen: Das müssen Kinder können, um das Seepferdchen zu bestehen, das auch Frühschwimmer-Abzeichen genannt wird. Für einen entsprechenden Schwimmkurs zahlt der Freistaat seit 2023 einen Zuschuss von 50 Euro – doch der wird nur von wenigen Vorschulkindern in Bayern genutzt. Das ergab jetzt eine Auswertung der Grünen im bayerischen Landtag.

Inhaltsübersicht
Seepferdchen-Gutscheine werden nicht eingelöstGrüne: „Teure PR-Aktion“Forderung: Schwimmbäder sanieren, Lehrkräfte ausbilden

Seepferdchen-Gutscheine werden nicht eingelöst

Im laufenden Aktionsjahr 2024/2025 seien 155.000 Gutscheine ausgegeben worden. Nur 13.400 Gutscheine seien abgerechnet worden. Die Grünen hatten im Landtag eine entsprechende Anfrage gestellt und eine schriftliche Antwort der Landesregierung erhalten. 

Grüne: „Teure PR-Aktion“

Dem Freistaat seien Kosten in Höhe von 670.000 Euro entstanden. Die Seepferdchen-Gutscheine seien damit „eine teure PR-Aktion, die floppt“, kritisiert die Oppositionspartei. Eine App, die Kursanbietern die Teilnahme an der Gutschein-Aktion erleichtern sollte und die bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden sei, sei noch immer nicht fertig. 

Forderung: Schwimmbäder sanieren, Lehrkräfte ausbilden

Statt solcher Aktionen solle die Staatsregierung besser die eigentlichen Probleme anpacken, mahnen die Grünen. Die Wartezeiten für Schwimmkurse seien schon ohne Gutscheine beträchtlich. Es müssten endlich die vielen sanierungsbedürftigen Schwimmbäder in Bayern instand gesetzt werden. Die Grünen gehen von einem Sanierungsbedarf in Höhe von zwei Milliarden Euro aus. Die Staatsregierung lasse allerdings ein Sonderprogramm für Schwimmbäder, das ohnehin nur zehn Millionen Euro für ganz Bayern enthalte, 2026 sogar auslaufen.

Außerdem müsse der Schwimmunterricht in der Schule, wie es der Lehrplan vorschreibe, durchgeführt werden. „Dafür braucht es genügend Lehrkräfte mit Schwimmschein“, heißt es.

Die Staatsregierung hatte die Aktion „Mach mit – Tauch auf“ (externer Link) auch als Folge der Corona-Pandemie ins Leben gerufen. Alle Vorschulkinder und Erstklässler erhalten einen Gutschein über 50 Euro für einen Schwimmkurs, der zum Erwerb des „Seepferdchens“ (externer Link) führt. Kinder, die das Abzeichen geschafft haben, sind noch keine sicheren Schwimmer, es weist lediglich grundlegende Schwimmfähigkeiten nach.

Mit Informationen von dpa

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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