WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Tupperware ist insolvent: Was bedeutet das für die Kunden?
    18. September 2024
    Schaeffler: Arbeitsplätze durch Fusion mit Vitesco in Gefahr?
    12. Juni 2024
    DAX, Gold, Bitcoin: Alles auf Rekordhoch – Wie kann das sein?
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Wann darf ich in Rente? Was die Bundesregierung jetzt plant
    24. Juni 2026
    ADAC testet 16 Ganzjahresreifen: Die Hälfte fällt durch
    23. Juni 2026
    Rente mit 63 könnte wegfallen: Wer nutzt sie überhaupt?
    23. Juni 2026
    Boom beim Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland
    22. Juni 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Erziehungsrat von der KI: Wie eine Studie über Eltern urteilt
    24. Juni 2026
    Experten fordern mehr Schutz für Kinder bei KI und Social Media
    24. Juni 2026
    Was ist GSM-R? Das veraltete Funknetz hinter dem Bahn-Stillstand
    24. Juni 2026
    Warten auf GTA 6: Ein Datum, das Milliarden wert ist
    22. Juni 2026
    „Tooooooor“: Warum jubelt der Nachbar beim WM-Schauen früher?
    20. Juni 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Zu warm zum Lernen? Wann es an Bayerns Schulen hitzefrei gibt
    24. Juni 2026
    Social-Media-Verbot? Kommission legt Empfehlungen vor
    24. Juni 2026
    WHO: Ebola-Ausbreitung im Kongo ungewöhnlich schnell
    23. Juni 2026
    Bayern erlaubt generell KI-Einsatz bei Hochschul-Prüfungen
    23. Juni 2026
    Heat Dome: Deshalb ist es in Europa gerade so heiß
    23. Juni 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Kaulitz-Brüder wollen „Wetten, dass…?“ nur einmal moderieren
    24. Juni 2026
    Friedenspreis des Deutschen Films: Appell an die Menschlichkeit
    24. Juni 2026
    „Fast nichts passiert“: Hat Bayreuth NS-Vergangenheit verdrängt?
    24. Juni 2026
    Bachmann-Preis 2026: Teilnehmerin Jovana Reisinger im Porträt
    24. Juni 2026
    Bürgerkrieg und Machtkämpfe: Neue „House of the Dragon“ Staffel
    23. Juni 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Seltenes, aber gefährliches Bornavirus: Das müssen Sie wissen
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Seltenes, aber gefährliches Bornavirus: Das müssen Sie wissen
Wissen

Seltenes, aber gefährliches Bornavirus: Das müssen Sie wissen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 24. Juni 2026 16:47
Von Michael Farber
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) verursachen die sogenannten Bornaviren [externer Link] vermutlich schon seit Jahrhunderten tödliche Hirnentzündungen beim Menschen. Doch erst im Jahr 2018 wurde der Erreger mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „Borna Disease Virus 1“, oder kurz BoDV-1, als Verursacher von bis dahin mysteriösen, schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitiden) identifiziert.

Inhaltsübersicht
Feldspitzmaus überträgt BornavirusNutz- und Haustiere sind nicht ansteckendÜbertragungsweg auf den Menschen noch unklarBornavirus-Infektion: Sehr selten aber sehr gefährlichHandschuhe und Maske schützen

Mit fünf bis zehn Infektionen pro Jahr gehört die Infektion mit Bornaviren zu den seltensten Erkrankungen in Deutschland. Doch diejenigen, die sich mit dem Virus infizieren, haben nur eine geringe Überlebenschance.

Feldspitzmaus überträgt Bornavirus

Der eigentliche Wirt von BoDV-1 in der Natur ist die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon). Der Erreger ist an deren Organismus angepasst und kann sich dort vermehren, ohne dass die Tiere erkranken. Feldspitzmauspopulationen mit Tieren, die das Bornavirus in sich tragen, gibt es vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in den angrenzenden Bundesländern. Vereinzelt kommen sie auch in Österreich, Luxemburg und der Schweiz vor. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt in Bayern.

Ursprünglich galt die Feldspitzmaus als einziger natürlicher Wirt des Krankheitserregers. Bei einer Studie [externer Link] an 293 Nagetieren, die 2022 in der Oberpfalz durchgeführt wurde, konnte das Virus jedoch auch in Gartenspitzmäusen nachgewiesen werden. Bei beiden Arten waren 13 bis 14 Prozent aller Tiere mit dem Erreger infiziert. Auch die Hausspitzmaus kann mit dem Bornavirus infiziert sein. Welche Rolle Haus- und Gartenspitzmaus bei der Übertragung des Virus spielen, ist aber unklar.

Nutz- und Haustiere sind nicht ansteckend

Mit dem Bornavirus können sich in selten Fällen aber auch Menschen infizieren, ebenso andere Säugetiere [externer Link] wie Pferde, Schafe oder Alpakas. Auch Katzen waren bereits vereinzelt betroffen. Infiziert das Virus einen dieser sogenannten „Fehlwirte“, wird es von dessen Immunsystem angegriffen. Dann zieht es sich in das Gehirn zurück, wo es schwere Entzündungen verursacht. Anders als Spitzmäuse scheiden die Fehlwirte keine aktiven Viren aus. Eine direkte Übertragung etwa von Mensch zu Mensch schließen Wissenschaftler deshalb aus.

Übertragungsweg auf den Menschen noch unklar

Wie genau das Virus auf den Menschen übergeht, ist bislang ungeklärt. Auffallend ist, dass fast alle Infizierten entweder am Rand von meist kleineren Ortschaften wohnten oder außerhalb von diesen. Fest steht, dass es für eine Infektion einen Kontakt mit infizierten Spitzmäusen oder deren Ausscheidungen geben muss. Experimente haben gezeigt: Zellkulturen, die das Bornavirus enthalten, können auf Blättern von Gartenkräutern auch im getrockneten Zustand bis zu vier Tage lang infektiös bleiben.

Bornavirus-Infektion: Sehr selten aber sehr gefährlich

Bornavirus-Infektionen beim Menschen sind sehr selten. Anfangs sind die Symptome der durch die Viren ausgelösten Hirnentzündung unspezifisch. Es treten Fieber, Kopfschmerzen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und manchmal Übelkeit auf. Nach einigen Tagen bis Wochen kommt es in der neurologischen Phase zu Verwirrtheit, Konzentrations- und Sprachstörungen. Hinzu können Krampfanfälle sowie Störungen von Bewusstsein und Gedächtnis kommen.

Im weiteren Verlauf fallen die Patienten oft ins Koma. Die Überlebenschancen sind gering: Eine im Jahr 2024 veröffentlichte Studie [externer Link] zeigte, dass von 45 erkrankten Personen mit einer laborbestätigten BoDV-1-Infektion und einer dadurch verursachten Hirnentzündung, 44 starben. Die Erkrankten waren zwischen sieben und und 79 Jahre alt, Männer und Frauen waren ähnlich stark betroffen. Bislang gibt es weder eine Impfung gegen das Bornavirus noch eine Möglichkeit, eine Infektion gezielt und wirksam zu behandeln.

Handschuhe und Maske schützen

Experten sind sich einig, dass die Ausscheidungen von Spitzmäusen, also Kot, Urin und Speichel, für die Übertragung des Bornavirus verantwortlich sind. Lebende und auch tote Tiere sollten deshalb immer mit Handschuhen [externer Link] angefasst werden. Da Bornaviren auch im getrockneten Kot einige Tage gefährlich bleiben, ist besonders beim Reinigen von alten Ställen, Schuppen, Scheunen oder Dachböden in den Gebieten, in denen das Virus verbreitet ist, Vorsicht geboten. Das gilt auch für Holzlager, Komposthaufen oder Schutthalden in ländlichen Regionen.

Um sich vor Viren im aufgewirbelten Staub zu schützen, sollte man Handschuhe, eine Schutzbrille und eine FFP2-Maske tragen. Eine Maske schützt zudem auch vor dem Einatmen von Hantaviren, Schimmelpilzsporen und Feinstaub. Eine anschließende Dusche und Reinigung möglicher verseuchter Flächen wird ebenfalls empfohlen.

 

Dir gefällt vielleicht

Zu warm zum Lernen? Wann es an Bayerns Schulen hitzefrei gibt

Social-Media-Verbot? Kommission legt Empfehlungen vor

WHO: Ebola-Ausbreitung im Kongo ungewöhnlich schnell

Bayern erlaubt generell KI-Einsatz bei Hochschul-Prüfungen

Heat Dome: Deshalb ist es in Europa gerade so heiß

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Kaulitz-Brüder wollen „Wetten, dass…?“ nur einmal moderieren
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Kaulitz-Brüder wollen „Wetten, dass…?“ nur einmal moderieren
Kultur 24. Juni 2026
Erziehungsrat von der KI: Wie eine Studie über Eltern urteilt
Netzwelt 24. Juni 2026
Experten fordern mehr Schutz für Kinder bei KI und Social Media
Netzwelt 24. Juni 2026
Was ist GSM-R? Das veraltete Funknetz hinter dem Bahn-Stillstand
Netzwelt 24. Juni 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?