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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Boom beim Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland
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Boom beim Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 22. Juni 2026 11:52
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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In Deutschland werden immer mehr Batteriespeicher gebaut. Allein von Januar bis Mai wurden 225.000 Speicher mit einer Kapazität von 3,4 Gigawattstunden installiert – 70 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis des Marktstammdatenregisters mitgeteilt hat. Eine Gigawattstunde entspricht in etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von rund 300.000 Menschen in Deutschland.

Inhaltsübersicht
Großspeicher treiben Wachstum voran„Erhebliche Unsicherheiten“ für Investoren

Batteriespeicher sind wichtig für die Energiewende. Sie können Solar- und Windstrom zwischenspeichern, damit Netzengpässe reduzieren und den Bedarf an kostspieligen Eingriffen in das Stromsystem verringern. Eine Gigawattstunde entspricht in etwa dem täglichen Haushaltsstromverbrauch von rund 300.000 Menschen in Deutschland.

Großspeicher treiben Wachstum voran

Wichtigster Treiber des Wachstums waren vor allem Großspeicher, auf die 1,47 Gigawattstunden entfielen. In Gundremmingen bei Augsburg entsteht derzeit nach Angaben von Betreiber RWE der größte Batteriespeicher in der Bundesrepublik mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 700 Megawattstunden.

Auch wenn Deutschland derzeit einen „Speicherboom“ erlebe, ist nach Ansicht des BSW-Hauptgeschäftsführers Carsten Körnig allerdings unsicher, ob sich dieser fortsetze. Der Solarverband fordert bessere Voraussetzungen für die Installation von Stromspeichern, denn der Ausbau werde zunehmend durch langwierige und uneinheitliche Netzanschlussverfahren gebremst.

„Erhebliche Unsicherheiten“ für Investoren

Zwar seien weitere Projekte mit einer Kapazität von 58 Gigawattstunden in der Planung, ihre Realisierung sei aber mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. „Viele Investitionen stehen bereit. Doch zu lange Netzanschlussverfahren und regulatorische Unsicherheiten bremsen den Ausbau“, sagt Körnig. „Hier muss die Politik dringend handeln.“

Bei ungünstigen Rahmenbedingungen könne es sein, dass bis 2029 nur rund 15 Gigawattstunden zusätzliche Großspeicherkapazität hinzukämen. Das habe eine Analyse der Unternehmensberatung Enervis ergeben.

Der Solarverband warnt davor, dass der Ausbau „nicht an vermeidbaren bürokratischen und regulatorischen Hindernissen scheitern“ dürfe. Batteriespeicher seien „eine Schlüsseltechnologie“ für den Erfolg der Energiewende. Sie würden Systemkosten senken, Netzengpässe reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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