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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Vielfalt mit Zukunft: 200 Jahre Ludwig-Maximilians-Universität
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Vielfalt mit Zukunft: 200 Jahre Ludwig-Maximilians-Universität

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 4. Februar 2026 08:47
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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50 Nobelpreisträger schreibt Ministerpräsident Markus Söder in seiner Ansprache der Ludwig- Maximilians-Universität zu. Kurz darauf korrigiert ihn der neue Präsident, Matthias Tschöp, dass es sogar noch einer mehr war. Doch in einem sind sich die beiden einig – die LMU ist zu Recht eine Exzellenzuni. “Ich sag‘s mal so, einmal an die Spitze kommen, super, immer an der Spitze bleiben, sensationell und das ist die LMU“, lobt der Ministerpräsident.

Inhaltsübersicht
Wichtigste Entdeckung des neuen LMU-Präsidenten: die AbnehmspritzeVon Albanologie bis Zahnmedizin – Vielfalt der Fächer an der LMUZukunft der LMU: Die besten Köpfe nach München holen

Seit mehr als 550 Jahren gibt es die LMU. Am Dienstagabend wurde gefeiert, dass sie seit 200 Jahren in München besteht.  1826 verlegte König Ludwig I. sie von Landshut hierher, um die wichtigsten Kulturinstitutionen in der bayerischen Landeshauptstadt zu konzentrieren. Seit 2006 ist sie nun durchgehend als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. 

Wichtigste Entdeckung des neuen LMU-Präsidenten: die Abnehmspritze

Seit Oktober 2025 hat die altehrwürdige Institution einen neuen Präsidenten. Jetzt, einige Monate später, hielt er vor rund 1.300 geladenen Gästen seine Antrittsrede. Er war einst selbst Student an der Uni, sein Fach Medizin. Nach Stationen in Potsdam und Cincinnati zog es ihn zurück in die Heimat: Am renommierten Helmholtz Institut arbeitete er in der Diabetes- und Adipositasforschung; seine wohl bekannteste Entdeckung: die Abnehmspritze.  

Jetzt steht er – als neuer Präsident – mit der schweren, goldenen Amtskette um den Hals am Rednerpult und hält eine flammende Rede auf den Wert der Universität: „Wissenschaft allein wird die Welt nicht retten, aber ohne Wissenschaft werden wir keine Herausforderung unserer Zeit meistern“, so Tschöp. Dazu brauche es alle, Gesellschaft, Politik und eben die LMU, die – so wörtlich – den Mut hat, Zukunft zu denken.

Von Albanologie bis Zahnmedizin – Vielfalt der Fächer an der LMU

Ein Baustein dafür sei die Vielfalt der Fächer. Die ist an der LMU auffallend: Von Albanologie über Mongolistik bis hin zur Zahnmedizin können die Studierenden an der LMU aus über 300 Studiengängen wählen. Eine Auswahl, die den Präsidenten einst selbst überzeugt hat – neben dem Medizinstudium hörte er gerne Philosophie-Vorlesungen. Etwas, dass er in die Zukunft tragen wolle. Denn – so macht Matthias Tschöp es in seiner Rede deutlich – das Zusammenspiel der Fächer sei entscheidend. Ein Beispiel dafür: der Umgang mit künstlicher Intelligenz.  

Um KI zu gestalten, brauche man Informatik und Mathematik, aber auch Philosophie, Rechts- und Sprachwissenschaften, weil Technologie ohne Werte zu einer gefährlichen Macht werde würde, so der neue LMU-Präsident.

Zukunft der LMU: Die besten Köpfe nach München holen

Er richtet den Blick nach vorne und verdeutlicht, dass er sich den immer neuen Herausforderungen stellen wolle: „Wir werden jeden Tag daran arbeiten, diese Universität noch besser zu machen.“ Der Plan dafür sieht Folgendes vor: Die besten Köpfe aus der ganzen Welt nach München holen, aber auch jungen Talente vor Ort fördern. Dass er es ernst meint, macht er nochmal am Ende seiner Rede klar: In ungewohnt bayerischer Manier und fast hemdsärmelig fordert er: „Pack ma’s an.“

Insgesamt verdeutlicht der Jubiläumsabend an der Ludwig-Maximilians-Universität eines: Die Institution hat nicht nur einige Jahrhunderte Forschung und Lehre hinter sich, man will sich dort auch den Fragen der nächsten Jahrhunderte stellen und sie wird – in all ihrer Vielfalt – gefordert sein.  

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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