WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Babyboomer verkaufen Immobilien: Wird es jetzt günstiger?
    23. August 2026
    Gasspeicher nur halb voll: Wird Heizen jetzt teurer?
    21. August 2026
    Private E‑Scooter: Lohnt sich ein eigener Roller?
    20. August 2026
    DGB-Ausbildungsreport: Warum viele Azubis unzufrieden sind
    20. August 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Laptops und Konsolen werden teurer – wegen KI
    21. August 2026
    #Faktenfuchs: Die Milliarden-Abzocke mit den Fake-Nachrichten
    21. August 2026
    Wie ChatGPT und Instagram versuchen, Ihr Alter zu erraten
    20. August 2026
    Eltern besorgt um KI-Nutzung: Hilft „ChatGPT for Teens“?
    20. August 2026
    Gefährliche KI-Hacker: Wie unsicher wird das Internet?
    19. August 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Prokrastination überwinden: Tipps gegen permanentes Aufschieben
    24. August 2026
    Labor-Kehlkopf: Was Ärzte über die Stimme lernen wollen
    23. August 2026
    Frühchen brauchen Unterstützung: Was Spätfolgen mindert
    22. August 2026
    Durchbruch bei Impfung gegen schwarzen Hautkrebs?
    21. August 2026
    Abnehmpille Wegovy: Eine wirksame Alternative zur Spritze?
    21. August 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Gefühlvoll, aber wenig fesselnd: „Hazel Eyes“ von Sam Smith
    24. August 2026
    „Brücke aus Papier“: Literaturaustausch in Zeiten des Krieges
    24. August 2026
    Die Bravo: Wie von München aus Stars geschaffen wurden
    23. August 2026
    Keine zufällige Heldin im Bus: Die Autobiografie von Rosa Parks
    22. August 2026
    „Natur erholt sich“: Frostige Reaktionen auf Harry und Meghan
    22. August 2026
  • Lesezeichen
Gerade: Was El Niño für Herbst und Winter in Deutschland bedeutet
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Was El Niño für Herbst und Winter in Deutschland bedeutet
Wissen

Was El Niño für Herbst und Winter in Deutschland bedeutet

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 24. August 2026 10:47
Von Michael Farber
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Der Sommer mit „rekordverdächtigen Hitzewellen“ und „apokalyptischen Waldbränden“ sei nur ein Vorgeschmack gewesen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres bei einer Pressekonferenz (externer Link) in New York Ende Juli. Das Klimaphänomen El Niño verstärke sich und heize die ohnehin schon angespannte Lage auf unserem Planeten weiter an. Doch was bedeutet das für den Herbst und Winter in Deutschland und Bayern? BR24 hat mit mehreren Experten gesprochen. Sie geben Entwarnung, völlig spurlos zieht das Phänomen aber auch an uns nicht vorbei.

Inhaltsübersicht
Rekordtemperatur im Pazifik: Ist es ein „Super-El-Niño“?Wie wirkt sich El Niño auf Deutschland aus?El Niño könnte feuchten Herbst und eisigen Winter bringenWarum sind Wetter-Prognosen so schwierig?Höhere Rohstoffpreise, Ausfall von Lieferketten

Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.

Rekordtemperatur im Pazifik: Ist es ein „Super-El-Niño“?

Im Juni meldete die US-Wetterbehörde NOAA (externer Link), dass El Niño begonnen habe, seinen Höhepunkt erreiche er voraussichtlich im November. Es gibt Hinweise, dass das Klimaphänomen dieses Mal stärker ausfällt als sonst. Die US-Klimavorhersagebehörde CPC (externer Link) beziffert die Wahrscheinlichkeit für ein sehr starkes El-Niño-Ereignis nun auf mehr als 90 Prozent.

„Super-El-Niño“ sei kein wissenschaftlicher Begriff, sagt Daniela Matei vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Er beschreibe lediglich, dass sich das Wasser im Zentralpazifik um 2 Grad oder mehr erwärmt. Aktuell liegt die Temperatur bereits bei 1,8 Grad über dem Durchschnitt, weshalb Experten mit einer Erwärmung von bis zu 2,5 Grad rechnen. Es könnte damit der stärkste jemals gemessene El-Niño werden.

Wie wirkt sich El Niño auf Deutschland aus?

Die globale Durchschnittstemperatur steigt durch El Niño. Das bedeute jedoch nicht, dass es auch in Europa wärmer werde, sagt Helge Gößling vom Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven. „Der heiße Sommer bei uns hatte nichts mit El Niño zu tun – das war der Klimawandel kombiniert mit zufälligen Wetterschwankungen.“

Das bestätigt auch Lothar Bock vom Deutschen Wetterdienst (DWD): „Es gibt keine belastbaren Belege, dass ein starkes El‑Niño‑Jahr in Deutschland spürbare, typische Effekte hat.“ Laut mehreren Experten ist nur ein schwacher Einfluss von El Niño auf Europa belegt.

El Niño könnte feuchten Herbst und eisigen Winter bringen

Ein mögliches Szenario könnte in diesem Jahr ein feuchter Herbst und Frühwinter sein, so Klimaforscherin Matei. Auch Klimaphysiker Gößling sagt: „Die aktuellen saisonalen Vorhersagen zeigen nur eine leichte Tendenz zu einem etwas feuchteren Winter in Europa.“ Das sei lediglich eine Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten, keine sichere Prognose.

Matei sagt, dass El Niño zu einer sehr kalten zweiten Winterhälfte ab Januar 2027 mit Schnee und Eis führen könnte: „Wenn der Polarwirbel in der Stratosphäre geschwächt wird, haben wir wunderbare Voraussetzungen für sehr starke und häufige Kälteeinbrüche – das kann bis nach Mitteleuropa reichen.“ Ab November oder Dezember sei dieser Effekt besser absehbar. Matei betont, dass Deutschland sich auf diese Möglichkeit vorbereiten müsse: mit gefüllten Gasspeichern und Räumdiensten.

Warum sind Wetter-Prognosen so schwierig?

Langfristige Prognosen seien für Europa jedoch schwierig, sagt DWD-Meteorologe Bock: „Je weiter man sich vom Äquator wegbewegt, desto ‚wilder‘ wird es. In der gemäßigten Zone treffen ständig Warmluft und Kaltluft aufeinander.“ Der Pazifik sei weit weg und die Witterung werde von vielen anderen Faktoren beeinflusst.

Helge Gößling, der zu Klimamodellen forscht, weist auf ein weiteres Problem hin: „Wir haben solche starken Ereignisse erst selten gehabt. Es kann gut sein, dass der aktuelle El Niño die bisherigen übertrifft. Zusammen mit dem Klimawandel macht das die Einordnung noch schwieriger.“

Höhere Rohstoffpreise, Ausfall von Lieferketten

Auch wenn wir El Niño in Europa nicht durch das Wetter wahrnehmen, hat das Wetterphänomen indirekte Auswirkungen: Ernteausfälle könnten die Preise für mehrere tropische Agrarrohstoffe wie Kakao, Kaffee und Zucker in die Höhe treiben.

Deutsche Unternehmen müssten mit höheren Kosten, verzögerten Lieferungen und einem angespannteren Zahlungsverhalten von Unternehmen rechnen, sagt Frank Liebold, Country Director Deutschland beim internationalen Kreditversicherer Atradius. Auch globale Lieferketten könnten beeinträchtigt sein.

 

Dir gefällt vielleicht

Prokrastination überwinden: Tipps gegen permanentes Aufschieben

Labor-Kehlkopf: Was Ärzte über die Stimme lernen wollen

Frühchen brauchen Unterstützung: Was Spätfolgen mindert

Durchbruch bei Impfung gegen schwarzen Hautkrebs?

Abnehmpille Wegovy: Eine wirksame Alternative zur Spritze?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Babyboomer verkaufen Immobilien: Wird es jetzt günstiger?
Nächster Artikel Prokrastination überwinden: Tipps gegen permanentes Aufschieben
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Gefühlvoll, aber wenig fesselnd: „Hazel Eyes“ von Sam Smith
Kultur 24. August 2026
„Brücke aus Papier“: Literaturaustausch in Zeiten des Krieges
Kultur 24. August 2026
Prokrastination überwinden: Tipps gegen permanentes Aufschieben
Wissen 24. August 2026
Babyboomer verkaufen Immobilien: Wird es jetzt günstiger?
Wirtschaft 23. August 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?