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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Blanker Wahnsinn“: Soll Putin an die Ukraine „Pacht“ bezahlen?
Kultur

„Blanker Wahnsinn“: Soll Putin an die Ukraine „Pacht“ bezahlen?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 20. November 2025 13:49
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Für Kreml-Sprecher Dimitri Peskow gibt es seit dem Zusammentreffen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin „nichts Neues“ zu berichten [externer Link], was westliche Medien und russische Blogger allerdings nicht davon abhält, täglich neue, teils groteske Einzelheiten über einen angeblichen „Friedensplan“ aus dem Weißen Haus zu veröffentlichen.

Inhaltsübersicht
„Warum sollten wir für Bodenschätze bezahlen?“„Wie eine bipolare Störung“„Einen Versuch ist es wert“

So will der britische „Daily Telegraph“ erfahren haben [externer Link], dass die Ukraine von russischen Truppen besetzte Gebiete gegen regelmäßige Pachtzahlungen („cash-for-land deal“) dauerhaft Putin überlassen könnte, ohne formell auf diese Territorien zu verzichten. Wenig verwunderlich, dass dieses Gerücht russische Polit- und Militärblogger empört.

„Warum sollten wir für Bodenschätze bezahlen?“

„Wahrscheinlich werden sie uns die Gebiete tageweise vermieten. Das ist blanker Wahnsinn und typisch britisches Gefasel“, erregte sich Propagandist Sergei Mardan [externer Link]. Kriegsberichterstatter Alexander „Sascha“ Kots (524.000 Fans) schrieb sarkastisch [externer Link]: „Das meint [US-Außenminister Marco] Rubio offenbar, wenn er von für beide Seiten schmerzhaften Kompromissen spricht. Im Grunde werden wir aufgefordert, einen Teil unserer Souveränität aufzugeben. Laut Verfassung ist der gesamte Donbass russisches Territorium. Warum sollten wir irgendjemanden für die Nutzung der dortigen Bodenschätze bezahlen? Wir müssen die Gebiete auf eigene Kosten wiederherstellen. Was werden sie uns als Nächstes zur Verpachtung anbieten? Die Kurilen? Kaliningrad? Die Arktis?“

„Wie eine bipolare Störung“

Blogger Roman Aljechin (150.000 Abonnenten) gab sich ähnlich entgeistert [externer Link]: „Die Pachtbedingungen könnten nur für Gebiete gelten, die noch nicht von uns besetzt sind. Das heißt, die ukrainischen Streitkräfte ziehen sich über die Verwaltungsgrenzen von vier [von Russland beanspruchten] Regionen hinaus zurück, und es sind die Gebiete von der Frontlinie bis zu den Verwaltungsgrenzen dieser vier Regionen, die ‚verpachtet‘ werden könnten. Aber das sind alles nur hypothetische Überlegungen, die als solche heute absurd erscheinen, genau wie das ganze Gerücht.“

Womöglich handle es sich dabei um einen weiteren „Angriff im hybriden Krieg“. Andere Kommentatoren sprachen von einer „Desinformationskampagne“. Der rechtsextreme „Philosoph“ Alexander Dugin ereiferte sich [externer Link]: „Trotz seines brutalen Images wirkt Trump wie ein kindischer alter Mann ohne jegliche Strategie. Jede seiner Aussagen und Handlungen widerspricht der vorherigen. Es ist absolut sicher, dass mit ihm keine ernsthaften Verhandlungen möglich sind. Trump ist so unberechenbar und unvorhersehbar wie eine bipolare Störung.“

„Einen Versuch ist es wert“

Ein anonymer russischer Polit-Blogger gab dagegen zu bedenken [externer Link], dass Moskau an die Ukraine bis 2014 tatsächlich schon mal vertragsgemäß Pacht bezahlt habe, und zwar für die Nutzung der Hafenanlagen der Schwarzmeer-Flotte auf der Halbinsel Krim. Putin werde die Ultranationalisten aber jetzt kaum überzeugen können, an die Ukraine „Reparationen“ zu zahlen, in welcher Form auch immer: „Höchstwahrscheinlich werden auch diesmal alle stur bleiben und den Kampf mindestens bis zum Frühjahr fortsetzen. Schade.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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