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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: Neue Wege gegen das Vergessen
Wissen

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: Neue Wege gegen das Vergessen

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 28. Januar 2026 08:47
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Die Wände sind schwarz in dem kleinen Raum, zwei große Stufen mit runden Sitzpolstern laden zum Platz nehmen ein. Der Blick fällt auf 15 weiße Stoffbahnen, die an den gegenüberliegenden Wänden von der Decke hängen. Es sind Stimmen zu hören: Ehemalige Häftlinge erzählen in ihren jeweiligen Sprachen von ihren Erfahrungen im KZ Flossenbürg und seinen 80 Außenlagern. Die Untertitel werden eingeblendet – auf den Stoffbahnen erscheinen Illustrationen, die sich bewegen. Dazu hat eine Sounddesignerin eine Klangkomposition geschaffen, die die „Zwischentöne“, das „Nichtgesagte“ in den Häftlingserzählungen darstellen soll.

Inhaltsübersicht
Entmenschlichung durch die NazisRauminstallation bewegt die BesucherEindrucksvolle Stimmen der HäftlingeEs leben nur noch wenige ehemalige Häftlinge

Entmenschlichung durch die Nazis

Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit spricht von einem Experiment. „Wir hätten auch scheitern können.“ Zwei Jahre lang haben er und sein Team kontrovers diskutiert, verworfen, neu konzipiert. Aus hunderten Audio- und Videointerviews von ehemaligen Häftlingen haben sie die Passagen ausgesucht. Ihr Ziel: den Kern darzustellen, was KZ ausmache. Nämlich die Entmenschlichung durch die Nazis. Eine Thematik, die schwer darstellbar ist, vor allem, wenn die Zeitzeugen nicht mehr leben. Keine sogenannten Talking Heads, keine Filme, Hologramme oder Avatare. Im Entstehungsprozess kamen selbst die erfahrenen und professionellen Gedenkstättenmitarbeiter an ihre Grenzen. „Wir mussten uns zum Teil in Supervision begeben“, sagt Skriebeleit, „weil wir dem Ganzen so nahe gekommen sind, weil es uns mitgenommen hat“.

Rauminstallation bewegt die Besucher

Genau das löst die immersive Rauminstallation auch bei den Besuchern aus. Ein älterer Herr aus Mainz sitzt auf seinem Rollator im Raum. Er ist zum ersten Mal in einer KZ-Gedenkstätte, mit seiner Partnerin und seiner Tochter. „Fürchterlich“ murmelt er immer wieder vor sich hin. „Bedrückend“ nennt seine Tochter die Erfahrung, „ich hätte laut losheulen können“, sagt seine Partnerin. Man sehe keine Bilder, nur Andeutungen, „das war schon sehr eindrücklich, hautnah zu erleben auch“. Und es mache einen Unterschied, als wenn man einen Film anschaue oder Schautafeln und Exponate in der Ausstellung.

Dennoch könne sich Flossenbürg so ein „Experiment“ trauen – sagt der Leiter selber: „Flossenbürg ist zwar ein großer historischer Ort, aber nicht der große symbolpolitische Ort wie Auschwitz oder Dachau“ – das sieht er als Chance, dass er hier Dinge ausprobieren kann, die „vielleicht an anderen Orten schwieriger sind“.

Eindrucksvolle Stimmen der Häftlinge

Seit September gibt es diese neuartige Rauminstallation in Flossenbürg. Die ersten Beobachtungen zeigen, dass sie vor allem auch Jugendliche anspricht. Wenn sie zu ihrem verpflichtenden Gedenkstättenbesuch kämen und nach drei Stunden Ausstellung und Gelände-Erkunden bereits müde und erschöpft wären, stellen die Mitarbeiter fest, dass die Jugendlichen in dieser Rauminstallation ein „ganz neues Medium“ finden. Die Tür des Raumes steht immer offen, die Stimmen der Häftlinge sind schon von weitem zu hören in dem Gebäude. Die Beobachtungen zeigen, dass die Jugendlichen „drin sitzen und auf einmal nochmal völlig präsent sind, auch die, die vorher vermeintlich desinteressiert schienen“.

Es leben nur noch wenige ehemalige Häftlinge

Derzeit leben noch etwa eine Handvoll ehemalige Häftlinge des KZ Flossenbürg. Einer davon ist Leon Weintraub aus Stockholm, 100 Jahre alt. Er kommt regelmäßig nach Flossenbürg, auch er ist in der Ausstellung zu hören. 20 Minuten lang dauert die Rauminstallation, sie läuft in Dauerschleife. Leon Weintraub kam aus dem Raum und war erstmal sprachlos, berichtet Gedenkstättenleiter Jörg Skriebeleit. Die beiden kennen sich gut. Erst nach zwei Stunden habe der 100-Jährige gesagt: „Das hätte ich nicht gedacht, dass man dem so nahe kommt, was ich in mir trage, dass man das so darstellen kann.“ Auch die Frau des 100-Jährigen habe dadurch „nochmal ein ganz anderes Bild“ erhalten von den Erfahrungen ihres Mannes. Obwohl sie das Erzählte kennt.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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