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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Von 8-Bit zur Sinfonie: Wie sich die Musik in Games verändert
Kultur

Von 8-Bit zur Sinfonie: Wie sich die Musik in Games verändert

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 4. Februar 2026 13:47
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Fast die Hälfte aller Menschen auf der Erde spielt Videospiele – fast vier Milliarden Leute. Die Videospiel-Industrie ist größer als Film- und Musikindustrie zusammen! Und wem schon mal die PC-Lautsprecher kaputt gegangen sind, der weiß – ohne Sound machen Videospiele nur halb so viel Spaß.

Inhaltsübersicht
Eine eigene Kategorie bei den GrammysImmer mehr Entwickler setzen auf KI-generierte Musik

„Videospielmusik hat sich als eigenes Genre herausgebildet, und ich denke, im Grunde ist sie eine Art Programmmusik des 21. Jahrhunderts“, sagt Eímear Noone, renommierte Komponistin und unter anderem die erste Frau, die bei der Oscar-Verleihung dirigiert hat. Bei Videospielmusik denken viele vielleicht noch an Tetris.

Eine eigene Kategorie bei den Grammys

Doch es hat sich einiges getan seit dem Soundtrack aus dem Jahr 1989! Statt polyphonem 8-Bit-Gedudel klingen viele Videospiel-Soundtracks heute eher nach klassischem Konzert und Opernbesuch: Von London bis Tokio, es gibt wohl kein renommiertes Orchester, das noch nie Game-Musik gespielt hat. Seit 2023 gibt es sogar eine eigene Kategorie bei den Grammys, dem wichtigsten Musikpreis der Welt.

Der Grund, dass Videospiel-Musik inzwischen so sinfonisch daherkommt: Unter anderem der gewachsene Speicherplatz. Die ersten Spiele-Soundtracks aus den 80er- und frühen 90er-Jahren waren in erster Linie darauf ausgelegt, möglichst wenig digitalen Raum einzunehmen. So entstanden die eingängigen und repetitive Melodien aus „Tetris“, „Super Mario“ und Co. Beim Soundtrack von Super Mario soll sich Komponist Kōji Kondō unter anderem von Mozart inspiriert haben lassen.

Immer mehr Entwickler setzen auf KI-generierte Musik

Doch im Laufe der 90er-Jahre wurde die Musik aus Videospielen immer komplexer. Das erste Spiel, dessen Soundtrack von einem echten Orchester eingespielt wurde, war „Heart of Darkness“ aus dem Jahr 1998. Und heute füllt Videospiel-Musik Konzertsäle und hat in Sachen Popularität mit der Genre-verwandten Filmmusik gleichgezogen. Komponisten wie Jesper Kyd, der für die ersten „Assassin’s Creed“-Soundtracks verantwortlich ist, oder Gustavo Santaolalla, der die Musik zu „The Last of Us“ geschrieben hat, werden häufiger gespielt als so mancher Vertreter der Wiener Klassik.

Konzertreihen wie die „Distant Worlds“-Tour mit Musik aus dem japanischen Rollenspiel-Hit „Final Fantasy“ finden in großen Hallen statt, in denen sonst nur Pop-Konzerte gespielt werden.

Inzwischen setzen zwar immer mehr Entwickler auf KI-generierte Musik, die nur einen Bruchteil des Budgets einer echten Orchester-Produktion in Anspruch nimmt. Doch der große Andrang bei Live-Veranstaltungen zeigt: Fans wollen weiterhin eine echte Beziehung zur Musik ihrer Lieblingsspiele aufbauen! Und das gelingt nur, wenn die von echten Menschen gespielt wird.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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