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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Gold, Silber, Bitcoin – wie geht’s weiter nach dem Warsh-Crash?
Wirtschaft

Gold, Silber, Bitcoin – wie geht’s weiter nach dem Warsh-Crash?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 7. Februar 2026 10:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Das Ende der De-Dollarisierung?

Hinzu kommt, dass die aktuelle Haushaltskrise mit dem drohenden Shutdown im US-Kongress gelöst wurde. Das bedeutet, dass die USA auf etwas solidere Verhältnisse zusteuern. Und: Das Wirtschaftswachstum bleibt intakt, was angesichts der Trump-Zölle kaum jemand erwartet hatte.

Inhaltsübersicht
Das Ende der De-Dollarisierung?Trump will „Sell America!“-Bewegung beendenSo dürften Gold und Silber sich jetzt weiterentwickeln

Grundsätzlich sind für viele Anleger Kryptowährungen wie Bitcoin aber auch Edelmetalle wie Gold und Silber eine Alternative zum US-Dollar als weltweiter Leitwährung – und irgendwie auch eine Alternative zu Donald Trump und seiner als chaotisch empfundenen Politik. Das Ganze wird auch De-Dollarisierung genannt.

Trump will „Sell America!“-Bewegung beenden

So haben einige Notenbanken viel Gold gekauft, um den möglichen Folgen der steigenden US-Staatsverschuldung zu entgehen. Große Volkswirtschaften wie China, Indien, Brasilien oder auch Russland kauften Gold, um der Dominanz des Dollars (und auch von Trump) zu entfliehen. Ihr Motto lautet „Sell America!“, also Amerikanische Assets verkaufen, auch aus politischen Gründen. Der World Gold Council berichtete aber, dass diese Goldkäufe der Notenbanken zuletzt nicht mehr so hoch ausfielen. Auch hier könnte ein Höhepunkt überschritten sein.

Viele negative Erwartungen gegenüber dem Dollar bestehen seit Warshs Nominierung jedenfalls nicht mehr. Anleger neigen dazu, ihre Risiken breiter zu streuen und nicht mehr so stark auf Einzelwetten wie Gold oder Silber zu setzen. So hat der Bitcoin zuvor bereits deutlich an Wert verloren und wartet schon länger auf neue Kaufimpulse, die auch ein Donald Trump ihm zuletzt nicht mehr geben konnte.

So dürften Gold und Silber sich jetzt weiterentwickeln

Umfragen bei Banken zeigen, dass viele die Gold- und Silber-Rallye noch lange nicht am Ende sehen und dass einige auch noch an den Bitcoin glauben. Das „Krypto-Gold“ erscheint ihnen inzwischen viel zu billig im Vergleich zum echten Gold. Beim Silber gibt es auch noch eine echte Knappheit in der Industrie, die seit Jahren mehr davon verbraucht als gefördert wird: die Nachfrage bleibt hier also größer als das Angebot.

Die Investmentbanken J.P. Morgan, Morgan Stanley und die Schweizer UBS sehen beim Gold stabile Preise von bis zu 5.000 Dollar je Feinunze in diesem Jahr und halten langfristig noch mehr für möglich. An der Spitze mit ihrer Vorhersage liegt die London Bullion Market Association (LBMA), die mit mehr als 7.000 Dollar rechnet, falls die geopolitischen Spannungen anhalten.

Spannend ist hier vor allem die Frage, ob die USA und Iran einen weiteren Krieg beginnen oder zu einem neuen Atom-Deal finden. Je nach Ausgang der Verhandlungen kann hier die nächste Rallye starten oder den Edelmetall-Anlegern bricht doch noch einmal der Boden unter den Füßen weg.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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